29 April 2026, 16:38

Vom Kriegsversprechen zum Luxushotel: Die Wiedergeburt des Lou Calen in Cotignac

Altes Buch mit dem Titel "Essai sur nos Colonies, et sur l'Établissement de Saint-Domingue", das die französische Kolonialgeschichte und die Sitten von Saint-Domingue behandelt.

Vom Kriegsversprechen zum Luxushotel: Die Wiedergeburt des Lou Calen in Cotignac

Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, erstrahlt nach Jahrzehnten des Leerstands in neuem Glanz

Das Lou Calen, einst ein beliebter Rückzugsort für Prominente, blüht unter neuer Führung als kulturelles und künstlerisches Zentrum auf. Seine Geschichte beginnt mit einem Kriegsversprechen und einer unvergesslichen Begegnung eines jungen Mädchens.

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Die Geschichte des Lou Calen reicht bis ins Jahr 1944 zurück, als die zehnjährige Huguette während der Befreiung von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später kaufte sie ein Haus im Dorf und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant. Unter dem Namen Lou Calen entwickelte es sich zu einem Refugium für Stars wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd.

Nach der Schließung 1999 stand das Anwesen über 20 Jahre lang leer. 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Objekt und hauchte ihm neues Leben ein. Er erweiterte das Angebot um eine Bar, ein Kunstzentrum, ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant und stilvolle Gästezimmer. Ziel war es, Besucher das ganze Jahr über anzuziehen – nicht nur in der Hochsaison.

Huguettes Verbindung zum Lou Calen besteht bis heute. Später eröffnete sie ein Restaurant in Palm Springs, wo sie den Soldaten wiedertraf, der ihr einst den Ring schenkte. Heute ist sie weiterhin engagiert und veröffentlichte sogar ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten, inspiriert von der Region. Das Hotel zieht nun ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner den größten Anteil der Gäste stellen.

Aus einer Kriegsinnerung wurde das Lou Calen zu einem blühenden kulturellen Zentrum. Die Mischung aus Geschichte, Luxus und Kunst zieht weiterhin Besucher aus aller Welt an. Mit seinem neuen Erfolg ehrt das Hotel sowohl seine Vergangenheit als auch seine Zukunft als Reise- und Kunstziel.

Quelle