Weihenstephan setzt auf grüne Logistik mit Solar-Ladestationen für E-Lkw
Jessika FröhlichWeihenstephan setzt auf grüne Logistik mit Solar-Ladestationen für E-Lkw
Die Staatsbrauerei Weihenstephan hat einen bedeutenden Schritt in ihrer Nachhaltigkeitsinitiative unternommen: Sie hat eine batteriegestützte Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit Delta Charge entwickelt wurde, ist eines der ersten seiner Art in Deutschland für eine Großbrauerei. Ziel ist es, CO₂-Emissionen zu reduzieren und die Logistik zu modernisieren.
Die neue Anlage in Freising verfügt über zwei deckenmontierte Schnellladestationen, die jeweils eine Leistung von 150 kW liefern. Ein modulares Batteriespeichersystem unterstützt sie, das zunächst mit 125 kW Leistung und einer Kapazität von 257 kWh startet. Später kann es auf 375 kW und 771 kWh erweitert werden.
Der Batteriespeicher ist an eine bestehende 380-kWp-Solaranlage auf dem Gelände angeschlossen. Dadurch kann die Ladeinfrastruktur mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben werden. Ein KI-gestütztes Steuerungssystem regelt den Energiefluss zwischen den Solarmodulen, dem Batteriespeicher und den Ladestationen, um die Netzabhängigkeit zu verringern und Spitzenlasten zu reduzieren.
Das Projekt dient als Vorbild für Industrie und Logistik. Es zeigt, wie Elektro-Lkw, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement effektiv zusammenwirken können. Die Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Baustein der Dekarbonisierungsstrategie von Weihenstephan. Sie unterstreicht das Engagement der Brauerei für nachhaltige Betriebsabläufe. Das System soll nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Umweltbelastung verringern.






