ZF Friedrichshafen kürzt 40.000 Jobs bis 2028 – radikale Wende für die Zukunft
Claudio WiekZF Friedrichshafen kürzt 40.000 Jobs bis 2028 – radikale Wende für die Zukunft
ZF Friedrichshafen kündigt umfassenden Umstrukturierungsplan an, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken
Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen hat ein weitreichendes Restrukturierungsprogramm vorgestellt, um seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Das Unternehmen will seine Geschäftsabläufe straffen, sich auf Kernbereiche konzentrieren und gleichzeitig den Personalbestand in Deutschland deutlich reduzieren.
Die Neuausrichtung betrifft vor allem vier Hauptsparten: Nutzfahrzeugtechnik, Fahrwerkstechnik (Chassis Solutions), Industrietechnik sowie den Aftermarket-Bereich. Im Rahmen der Pläne sollen deutsche Standorte zu mehreren effizienten Standortnetzwerken zusammengefasst werden. Dies baut auf dem 2020 geschlossenen Tarifvertrag "Transformation" auf, der bereits mehr Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit zum Ziel hatte.
Bis 2028 soll die Belegschaft in Deutschland von derzeit 54.000 auf 11.000 bis 14.000 Mitarbeiter schrumpfen. Standorte, die keine langfristige Perspektive oder ausreichende Wettbewerbsfähigkeit nachweisen können, müssen mit Umstrukturierungen oder sogar Schließungen rechnen. Konzernchef Dr. Holger Klein betonte, dass harte Entscheidungen notwendig seien, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Angesichts der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wird ZF zudem die Prozesse in der Sparte Elektrifizierte Antriebstechnologien überprüfen. Das Unternehmen bleibt offen für Partnerschaften in diesem Bereich, um seine Marktposition zu festigen. Ein leistungsfähiges Produktionsnetzwerk und optimierte Forschungs- und Entwicklungsbereiche sind weitere Säulen der neuen Strategie.
Ziel der Umstrukturierung ist es, ZF als führenden Zulieferer der Automobilindustrie zu etablieren. Bis 2028 erwartet das Unternehmen eine schlankere Personalstruktur und effizientere Abläufe an seinen deutschen Standorten. Die Veränderungen sollen vor allem eine Anpassung an die Marktbedingungen ermöglichen – bei gleichzeitiger Stärkung der Kerngeschäftsfelder.






