Zollbeamte und Menschen mit Behinderung tauschten für einen Tag die Jobs – eine besondere Erfahrung
Jessika FröhlichZollbeamte und Menschen mit Behinderung tauschten für einen Tag die Jobs – eine besondere Erfahrung
Zollbeamte und Menschen mit Behinderung tauschten für einen Tag die Rollen – im Rahmen der bundesweiten Initiative Perspektivwechsel
Am 25. und 26. September arbeiteten Mitarbeiter des Zollamts Konstanz-Autobahn Seite an Seite mit Beschäftigten der Caritas Konstanz e.V., um sich ein Bild von deren täglichen Aufgaben zu machen. Die Aktion sollte das Verständnis fördern und die Leistungen von Menschen mit Behinderung sichtbarer machen.
Das Zollamt Konstanz-Autobahn beteiligte sich am diesjährigen Perspektivwechsel-Aktionstag am 25. September: Vier Mitarbeiter der Caritas Konstanz e.V. unterstützten die Zollbeamten bei der Bearbeitung von Exportbargeldanmeldungen. Am Folgetag besuchten die Zöllner die Caritas-Werkstatt, wo sie selbst Hand anlegten – beim Kommissionieren, Verpacken und Montieren.
Die Caritas Konstanz e.V. beschäftigt über 300 Menschen mit Behinderung, begleitet von rund 50 Fachkräften. Jobcoaches der Organisation helfen sowohl den Beschäftigten als auch Unternehmen, sich in ungewohnten Situationen zurechtzufinden, und sorgen für eine reibungslose Zusammenarbeit. Ute Jakob, Leiterin der Abteilung Betriebliche Inklusion, betonte, wie beide Seiten von dem Austausch profitierten.
Bundesweit nahmen in diesem Jahr 19 Hauptzollämter an der Aktion teil, 42 Zollbehörden organisierten ähnliche Arbeitsplatzwechsel. Sonja Müller, Sprecherin des Hauptzollamts Singen, lobte die Initiative als wichtigen Beitrag zur Förderung von Vielfalt und zum Abbau von Barrieren zwischen unterschiedlichen Arbeitswelten.
Das Programm Perspektivwechsel, organisiert vom Bundesverband der Werkstätten für Menschen mit Behinderung, setzt auf gegenseitiges Lernen durch temporäre Rollentausche. In diesem Jahr arbeiteten Zollbeamte und Caritas-Mitarbeiter Hand in Hand und gewannen neue Einblicke. Die Initiative wächst stetig – immer mehr Zollstellen beteiligen sich jährlich, um Inklusion am Arbeitsplatz voranzutreiben.