Autobauer beenden Verbrenner früher als geplant – Elektroauto-Boom beschleunigt Lithium-Nachfrage
Jessika FröhlichAutobauer beenden Verbrenner früher als geplant – Elektroauto-Boom beschleunigt Lithium-Nachfrage
Große Automobilhersteller beschleunigen ihre Pläne zum Ausstieg aus Benzin- und Diesel-Fahrzeugen. General Motors und Mercedes-Benz haben ihre Fristen vorgezogen, um die Produktion von Verbrennermodellen zu beenden. Dieser Wandel vollzieht sich vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – und damit auch nach Lithium-Ionen-Batterien.
Die Abkehr von herkömmlichen Motoren gewinnt an Fahrt. Mercedes-Benz will in Deutschland bereits ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen. Die EU-Kommission hat zudem vorgeschlagen, den Verkauf neuer Benzin- und Diesel-Fahrzeuge in der gesamten Union ab 2035 zu verbieten.
Lithium spielt bei dieser Umstellung eine entscheidende Rolle. Das Metall ist unverzichtbar für Batterien in Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeugen. Bis 2030 wird erwartet, dass die globale Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien von 200 GWh auf über 2.000 GWh ansteigt.
Anleger haben dies erkannt. Der Structured Solutions – Next Generation Resources Fund, der 2010 aufgelegt wurde, war der erste Lithium-Indexfonds. Er hält Beteiligungen an wichtigen Produzenten wie Orocobre, das in Argentinien tätig ist, sowie am deutschen Batteriehersteller Varta AG. Der Fonds investiert zudem in andere kritische Metalle wie Kupfer, Gold und Silber.
Doch die Lithium-Förderung bleibt eine Herausforderung. Der Prozess ist kostspielig und verbraucht große Mengen Energie, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit aufwirft.
Der Boom der Elektrofahrzeuge treibt die Nachfrage nach Lithium und anderen essenziellen Metallen in die Höhe. Automobilhersteller und Politiker stimmen sich auf strengere Zeitpläne für das Ende des Verbrennungsmotors ab. Während sich die Branche wandelt, werden Investitionen in Batterierohstoffe voraussichtlich eine zentrale Rolle bei der Erreichung dieser Ziele spielen.






