09 May 2026, 12:22

Baden-Württemberg setzt auf pragmatischen Klimaschutz mit Wasserstoff und erneuerbaren Energien bis 2040

Liniendiagramm, das die erneuerbare Stromerzeugung nach Kraftstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg setzt auf pragmatischen Klimaschutz mit Wasserstoff und erneuerbaren Energien bis 2040

Baden-Württembergs neue Grün-Schwarze Koalition legt Klimaschutz- und Energiestrategie für die kommenden Jahre vor

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Die Landesregierung hat ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2040 bekräftigt, passt jedoch einige Maßnahmen an, um die Umsetzung zu erleichtern. Zu den zentralen Vorhaben gehören der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung der Wasserstoffproduktion und eine Überarbeitung der Berichtspflichten im Rahmen des Landesklimaschutzgesetzes.

Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, die erneuerbaren Energien im Land deutlich auszubauen. Wind-, Solar-, Wasserkraft und Biogas sollen künftig eine größere Rolle in der Stromerzeugung spielen. Um die Akzeptanz vor Ort zu stärken, erhalten Gemeinden einen garantierten Anteil an den Erträgen aus Windparks und Freiflächen-Solaranlagen.

Auch die Biogasproduktion wird verbesserte Rahmenbedingungen erhalten: Das Land setzt sich für verlängerte Einspeisevergütungen und bessere regulatorische Vorgaben ein. Gleichzeitig wird der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur vorangetrieben – etwa durch die weitere Förderung von Elektrolyseprojekten, die mit den bestehenden Energiesystemen kompatibel sind.

Beim Thema CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) will die Landesregierung eine Bundesklausel nutzen, die regionale Ausnahmen vom deutschen Verbot der Onshore-CO₂-Speicherung ermöglicht. Damit soll der Ausbau von CCS-Infrastrukturen für den Transport abgetrennter Emissionen beschleunigt werden. Zudem entsteht ein neues „Green Tech-Bündnis“, das Unternehmen vernetzt, um Innovation zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Position der Region in Zukunftstechnologien zu stärken.

Die Berichtspflichten nach dem Klimaschutz- und Anpassungsgesetz werden reduziert, um die Bürokratie für Unternehmen und Kommunen zu verringern.

Die Maßnahmen zeigen Baden-Württembergs Bestreben, ehrgeizige Klimaziele mit pragmatischen Anpassungen in Einklang zu bringen. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Unterstützung von Wasserstoff und Biogas sowie die Entlastung bei regulatorischen Auflagen will das Land den Kurs Richtung Klimaneutralität 2040 halten. Der Fokus auf CCS und grüne Technologien unterstreicht zudem den Anspruch, die Region als Vorreiter nachhaltiger Innovation zu etablieren.

Quelle