10 May 2026, 02:20

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert Deckel für steigende Kreisumlage

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Eine Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern weiter für Reich und große Unternehmen senken."

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert Deckel für steigende Kreisumlage

Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem Finanzdruck durch die steigende Kreisumlage. Die jährliche Pflichtabgabe an den Kreis belastet die Haushalte der Kommunen zunehmend und lässt weniger Spielraum für wichtige öffentliche Leistungen. Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert nun dringend Maßnahmen, um die Last für die klamm gewordenen Gemeinden zu verringern.

Die Kreisumlage ist ein fester Betrag, den die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss jährlich an den Kreis abführen müssen. Zwar finanziert sie wichtige regionale Aufgaben, doch die stetig steigenden Kosten setzen die kommunalen Finanzen massiv unter Druck. Schulen, Kitas, Straßen und soziale Programme leiden darunter, da Mittel umgeschichtet werden müssen.

Bürgermeister Krützen warnt, dass die für 2026 prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen Grevenbroichs die Kreisumlage voraussichtlich nicht mehr vollständig decken werden. Die entstehende Lücke werde zu weiteren Kürzungen bei lokalen Leistungen führen. Das aktuelle System sei auf Dauer nicht tragbar, so Krützen – es untergrabe Investitionen in Zukunftsprojekte und soziale Unterstützung.

Als Lösung schlägt Krützen vor, sich den Forderungen der kommunalen Spitzenverbände anzuschließen und im Kreishaushalt ein verbindliches Sparziel zu verankern. Er plädiert für eine verpflichtende Kürzung von zwei Prozent, den sogenannten globalen Minderaufwand, um die finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden zu begrenzen. Die Maßnahme solle als fairer, solidarischer Beitrag des Kreises dienen, um die kommunalen Haushalte zu entlasten.

Krützen betont, dass starke Kommunen entscheidend seien für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Ohne Gegensteuerung werde die steigende Kreisumlage die Handlungsfähigkeit der Gemeinden weiter schwächen, warnt er.

Mit seinem Vorschlag will der Bürgermeister die finanzielle Belastung für Städte wie Grevenbroich deckeln. Wird das Sparziel umgesetzt, müsste der Kreis seine Abhängigkeit von den kommunalen Zuwendungen verringern – und könnte so Mittel für dringend benötigte Leistungen und langfristige Projekte in den betroffenen Gemeinden freimachen.

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