Baden-Württemberg stärkt Sicherheit und Verteidigung gegen wachsende Cyber- und Hybridbedrohungen
Claudio WiekBaden-Württemberg stärkt Sicherheit und Verteidigung gegen wachsende Cyber- und Hybridbedrohungen
Baden-Württemberg will seine Rolle in Sicherheit und Verteidigung ausbauen
Die Landesregierung hat Pläne vorgelegt, um die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen zu stärken und gleichzeitig die Forschung in Schlüsseltechnologien voranzutreiben. Beamte warnen vor wachsenden Bedrohungen – von Sabotage bis zu Cyberangriffen – und betonen die Notwendigkeit einer größeren militärischen Unabhängigkeit Europas.
Innenminister Thomas Strobl verwies auf die anhaltenden Risiken durch Russland, darunter Sabotage, Spionage und Desinformationskampagnen innerhalb Deutschlands. Er forderte robustere Abwehrmechanismen in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, um solchen Gefahren zu begegnen. Seine Äußerungen sind Teil einer umfassenden Strategie, mit der die Region widerstandsfähiger werden soll.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann mahnte, Europa müsse sich weniger von externer militärischer Unterstützung abhängig machen. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Streitkräften. Ziel sei es, praktische Lösungen für moderne Sicherheitsherausforderungen zu entwickeln.
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hob die industriellen Stärken Baden-Württembergs im Verteidigungssektor hervor. Besonders in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Quantencomputing und künstliche Intelligenz nehme das Land bereits eine führende Position ein. Petra Olschowski ergänzte, dass Forschung und Innovation entscheidend seien, um die Demokratie vor hybrider Kriegsführung und Cyberbedrohungen zu schützen.
Das Land fördert diese Vorhaben über das Programm Invest BW, das Sicherheits- und Verteidigungsprojekte finanziert. Zwar wurden keine konkreten Summen genannt, doch bestätigten Vertreter anhaltendes Interesse von Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Einreichung von Projektvorschlägen.
Die Initiativen sollen Baden-Württemberg als Vorreiter in Verteidigungstechnologie und Sicherheitsinnovation positionieren. Durch die Förderung von Kooperationen und Investitionen in die Forschung will das Land seine Fähigkeit stärken, auf neue Bedrohungen zu reagieren. Im Fokus steht der Aufbau langfristiger Widerstandsfähigkeit – parallel zur Unterstützung Europas auf dem Weg zu größerer militärischer Eigenständigkeit.






