Denzlingens Spielplatz steht vor der Abriss- oder Rettungsentscheidung im Mai 2026
Gönül Jacobi JäckelDenzlingens Spielplatz steht vor der Abriss- oder Rettungsentscheidung im Mai 2026
Im Mai wird über die Zukunft eines beliebten Spielplatzes in Denzlingen entschieden. Am 12. Mai 2026 berät der Gemeinderat über die Pläne für das 1.143 Quadratmeter große Gelände in der Ricarda-Huch-Straße. Zwei gegensätzliche Vorschläge liegen auf dem Tisch: einer sieht den Erhalt des Spielplatzes vor, der andere dessen Abriss zugunsten von neuem Wohnraum.
Aktuell befindet sich auf dem Areal eine Grünfläche mit Spielplatz. Durch die jüngsten Änderungen der Bau-Turbo-Verordnung ist dort nun jedoch auch Wohnungsbau möglich – ohne dass der Flächennutzungsplan geändert werden müsste. Dies hat die Tür für neue Nutzungsvorschläge geöffnet.
Die Stadtverwaltung hat zwei grundlegende Konzepte vorgelegt: Eines behält den Spielplatz bei, das andere sieht seinen Rückbau für Wohnungsneubauten vor. Gleichzeitig liegt ein überparteilicher Antrag vor, der eine alternative Vision für das Gelände skizziert.
Der Erhalt des Spielplatzes würde jährlich etwa 700 Euro kosten, zusätzlich wären in den nächsten zwei Jahren rund 6.000 Euro für Sanierungsarbeiten nötig. Anwohner haben bereits zugesagt, diese Kosten durch Spenden zu decken. Sollte der Gemeinderat dem Antrag zustimmen, könnten die Mittel den Abriss des Spielplatzes verzögern oder sogar verhindern.
Die Verwaltung signalisierte zwar grundsätzliche Unterstützung für den Erhalt – allerdings nur, wenn ausreichend Spendengelder für Unterhalt und Reparaturen bereitstehen.
Die endgültige Entscheidung fällt am 12. Mai. Werden die finanziellen Zusagen der Anwohner akzeptiert, bleibt das Gelände vorerst ein öffentlicher Spiel- und Freiraum. Andernfalls könnte das Grundstück nach den neuen Bau-Turbo-Regeln bebaut werden.






