Insolvenz zwingt Berliner Easy Apotheke nach Mietverlust zur Schließung
Eine bekannte Easy Apotheke im Westen Berlins hat nach der Insolvenzanmeldung ihrer Inhaberin, Sohir Ammar, geschlossen. Die Schließung folgt auf den Verlust eines wichtigen Standorts, wodurch sie die wachsenden Schulden nicht mehr bedienen konnte. Trotz der Schließung bleibt eine weitere Filiale am Kurfürstendamm geöffnet, wo noch acht Mitarbeiter beschäftigt sind.
Ammar hatte 2023 zwei Easy-Apotheken-Standorte übernommen, darunter eine in der Wilmersdorfer Straße. Diese Filiale schloss 2025, nachdem der Vermieter sich gegen eine Verlängerung des Mietvertrags entschieden hatte. Der Eigentümer plante eine Umnutzung der Räumlichkeiten, wodurch auch ein benachbartes Bekleidungsgeschäft weichen musste.
Ihre finanziellen Probleme begannen mit dem Auslaufen des Mietvertrags, doch sie blieb für die Finanzierung des Standorts verantwortlich. Ohne Verlängerung wurde die Insolvenz unvermeidbar – die Verbindlichkeiten erreichten eine siebenstellige Summe. Das Verfahren läuft bereits und soll voraussichtlich bis mindestens Juli andauern, mit einem Abschluss im August.
Die Schließung steht nicht im Zusammenhang mit branchenweiten Schwierigkeiten der Apothekenlandschaft, sondern ist allein auf die Kündigung des Mietvertrags zurückzuführen. Unterdessen bleibt die Zukunft des Standorts in der Wilmersdorfer Straße ungewiss; es gibt Spekulationen, dass dort unter neuer Leitung wieder eine Apotheke eröffnet werden könnte.
Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich bis August abgeschlossen sein und damit Ammars finanzielle Verpflichtungen regeln. Die Filiale am Kurfürstendamm arbeitet weiterhin normal, sodass es für Kunden keine unmittelbaren Einschränkungen gibt. Der Fall zeigt, wie entscheidend Mietverträge für das Überleben kleiner Unternehmen sein können.






