Edelrid rüstet sich nach Cyberangriffen mit Pflichtschulungen für alle Mitarbeiter
Claudio WiekEdelrid rüstet sich nach Cyberangriffen mit Pflichtschulungen für alle Mitarbeiter
Edelrid, weltweit führend in Kletterausrüstung, stärkt seine Cyberabwehr nach wiederholten digitalen Angriffen
Der Hersteller, der jährlich Millionen Meter Seile produziert, hat für alle Mitarbeiter verpflichtende Sicherheitsschulungen eingeführt. Diese Maßnahme folgt auf eine Reihe von Vorfällen, darunter ein Ransomware-Angriff und ein versuchter Betrugsfall.
Vor einigen Jahren wurde Edelrid Opfer einer Locky-Ransomware-Attacke. Dank robuster IT-Sicherheitsprotokolle und aktueller Backups konnte das Unternehmen die Störung ohne größere Auswirkungen überwinden. Der Vorfall unterstrich jedoch die Notwendigkeit eines besseren Schutzes von geistigem Eigentum und Kundendaten – insbesondere am Produktionsstandort in Baden-Württemberg.
Später deckte ein versuchter CEO-Fraud-Betrug weitere Schwachstellen auf. Eine anschließende Phishing-Simulation zeigte, dass viele Mitarbeiter gängige Cyberbedrohungen nicht ausreichend erkannten. Als Reaktion führte das Unternehmen Schulungen über die G Data Academy ein, die sich durch ihren modularen und flexiblen Ansatz auszeichnet.
Zunächst wurden die Schulungen über Microsoft Teams rollenbasiert umgesetzt. Nach sechs Monaten passte Edelrid das Programm an und führte acht verpflichtende Kurse für alle Mitarbeiter ein. Seit Ende 2021 stellt das Unternehmen zudem ein dauerhaftes Budget für Cybersicherheit bereit und hat seine IT-Infrastruktur ausgebaut.
Edelrid setzt nun auf regelmäßige Sicherheitstrainings, um Risiken durch Phishing und Betrug zu minimieren. Die Investitionen in die Cyberabwehr sollen nicht nur die Betriebsabläufe schützen, sondern auch das Vertrauen in die Marke stärken. Angesichts von Millionen jährlich versendeter Produkte bleibt der Schutz digitaler und physischer Vermögenswerte oberste Priorität.






