Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge – Sicherheit mit Symbolkraft
Freiburg wird bald einen Schutzzaun um seine Synagoge errichten, um wachsenden Sicherheitsbedenken zu begegnen. Die Entscheidung folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde, die in Deutschland zunehmend Angriffe erlebt. Das rund 120.000 Euro teure Projekt soll die Sicherheit erhöhen, ohne den offenen Charakter des Ortes zu beeinträchtigen.
Der etwa 1,75 Meter hohe Zaun wird aus transparenten Materialien bestehen, um die einladende Atmosphäre des Platzes zu bewahren. Mehrere Zugänge sorgen für einen einfachen Zugang, während ein spezielles Tor in Form eines Menora-Symbols eine symbolische Bedeutung erhält. Der bestehende Brunnen vor der Synagoge bleibt unverändert.
Die Caritas Freiburg übernimmt die Planung und Umsetzung des Vorhabens. Die Finanzierung stammt sowohl von der Stadt als auch vom Zentralrat der Juden in Deutschland, der 27.500 Euro beisteuert. Der Zaun soll zudem Raum für eine würdige Gedenkstätte bieten, die aus Grundsteinen der ehemaligen Synagoge gestaltet wird.
Bürgermeister Martin Horn betonte, der Schutz jüdischen Lebens sei eine zentrale Priorität. Gleichzeitig äußerte er sein Bedauern, dass solche Maßnahmen überhaupt notwendig geworden seien. Die Jüdische Gemeinde begrüßt das Projekt als wichtigen Schritt, um ihre Mitglieder und die Synagoge zu schützen.
Der Bau des Zauns erfolgt nach jahrelangen Forderungen der Gemeinde. Das Design vereint Sicherheit mit Respekt vor der historischen und kulturellen Bedeutung des Ortes. Nach Fertigstellung wird die Absperrung nicht nur physischen Schutz bieten, sondern auch einen Raum des Gedenkens schaffen.






