23 March 2026, 18:31

Gäubahn ab 2026 gekappt: Stuttgart 21 zwingt Fahrgäste zum Umstieg in Vaihingen

Außenansicht des Universitätsgebäudes Stuttgart mit einem Baum davor, umgeben von Gras, trockenen Blättern, Pflanzen und einem Geländer, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Gäubahn ab 2026 gekappt: Stuttgart 21 zwingt Fahrgäste zum Umstieg in Vaihingen

Die Gäubahn, eine zentrale Eisenbahnstrecke, die Stuttgart über Böblingen, Horb und Singen mit Zürich verbindet, steht in den kommenden Jahren vor massiven Einschränkungen. Ab dem Frühjahr 2026 werden Züge dieser Linie den Stuttgarter Hauptbahnhof nicht mehr erreichen – Grund sind die anhaltenden Bauarbeiten für Stuttgart 21. Stattdessen müssen Fahrgäste in Vaihingen in Regional- oder S-Bahnen umsteigen, um ihr Ziel zu erreichen.

Das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg (VGH) wies kürzlich einen Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zurück. Die Organisation hatte versucht, die Bauarbeiten an der Gäubahn vorläufig zu stoppen, bis über ihren Antrag auf teilweise Rücknahme der Planfeststellung entschieden wird. Dies ist bereits der zweite gescheiterte juristische Vorstoß der DUH: Bereits im Februar hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart eine entsprechende Beschwerde abgewiesen.

Das VGH begründete seine Entscheidung damit, dass es keine hinreichenden Gründe für einen Baustopp gebe. Folglich wird die geplante Kürzung der Gäubahn-Strecke umgesetzt – die Züge enden künftig in Vaihingen statt im Hauptbahnhof.

Frühestens ab 2028 wird die Verbindung für mehrere Jahre komplett vom Stuttgarter Knotenpunkt abgetrennt sein. Reisende sind dann auf bestehende Regionalzüge und S-Bahnen angewiesen, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Die Behinderungen sollen mindestens bis 2032 andauern, wenn der Pfaffensteigtunnel – der die neue Tiefbahnstation anbindet – voraussichtlich fertiggestellt wird. Eine verbindliche Wiederinbetriebnahme steht jedoch noch nicht fest; wegen Verzögerungen bei Stuttgart 21 konnten die Verantwortlichen keinen konkreten Termin nennen. Eine endgültige Zeitplanung könnte erst Mitte 2026 vorliegen.

Die Entscheidung bedeutet für Gäubahn-Fahrgäste Jahre mit Umstiegen und längeren Fahrzeiten. Zusätzliche Pendelverbindungen sind nicht vorgesehen – die Reisenden bleiben auf die bestehenden Regional- und S-Bahn-Angebote angewiesen. Die juristischen Rückschläge für die DUH ebnen nun den Weg für den Weiterbau nach Plan.

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