Polizei startet Großoffensive für sichere Schulwege in vier Landkreisen
Gönül Jacobi JäckelPolizei startet Großoffensive für sichere Schulwege in vier Landkreisen
Zum Start des neuen Schuljahres am 15. September 2025 intensiviert das Polizeipräsidium Reutlingen seine Maßnahmen für mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr. Unter dem Motto "Sicherer Schulweg" richtet sich die Initiative an vier Landkreise und setzt Schwerpunkte bei jungen Radfahrern, dem Verhalten von Fußgängern sowie rücksichtsvolles Fahren in Schulnähe. Behörden appellieren an Eltern, Kinder und Autofahrer, in dieser Phase besonders achtsam zu sein.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen junge Radfahrer: Sie sollen Helme tragen und nur verkehrssichere Fahrräder nutzen. Die Polizei wird zudem das Verkehrsverhalten überwachen und darauf drängen, dass Autofahrer in Schulnähe das Tempo reduzieren und besonders aufmerksam sind. Besonders Erstklässler sind aufgrund ihrer Unerfahrenheit und unberechenbaren Bewegungen einem hohen Risiko ausgesetzt.
Eltern werden aufgefordert, die Schulwege vorher mit ihren Kindern zu Fuß oder per Rad abzugehen. So lassen sich Gefahrenstellen wie schlecht einsehbare Bereiche durch parkende Autos oder falsch abgestellte Fahrzeuge auf Gehwegen und Übergängen besser erkennen. Auch die korrekte Sicherung von Kindern im Auto – selbst auf kurzen Strecken – bleibt entscheidend, da schon leichte Kollisionen bei fehlenden oder falsch angelegten Rückhaltesystemen schwere Verletzungen verursachen können.
Die Aktion "Sicherer Schulweg" verbindet Aufklärungskampagnen mit gezielten Kontrollen in Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis. Zwar werden keine genauen Schulzahlen genannt, doch baut das Programm auf langjährigen Bemühungen auf – etwa der Tübinger Initiative seit 2003. Besonders das Überqueren von Straßen stellt für jüngere Schüler eine große Gefahr dar, da sie wegen ihrer geringen Körpergröße von Autofahrern oft übersehen werden.
Die Behörden betonen, dass selbstständiges Zurücklegen des Schulwegs für die Entwicklung der Kinder wichtig ist. Dennoch habe die Sicherheit oberste Priorität – sowohl Eltern als auch Autofahrer seien gefragt, Risiken zu minimieren.
Die Kampagne läuft das gesamte Schuljahr über. Polizei und lokale Partner werden dabei Regeln durchsetzen und Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Autofahrer werden darauf hingewiesen, mit plötzlichen Bremsmanövern zu rechnen, während Eltern angehalten sind, ihren Kindern sichere Verhaltensweisen einzuprägen. Ziel ist es, eine sichere Umgebung für Schüler auf ihrem Weg zur und von der Schule zu schaffen.






