Gefahrgut-Unfall auf B312: Zinkoxid-Austritt löst Großeinsatz bei Biberach aus
Claudio WiekGefahrgut-Unfall auf B312: Zinkoxid-Austritt löst Großeinsatz bei Biberach aus
Gefahrgut-Austritt verursacht Sperrungen auf der B312 bei Biberach
Am Mittwochmorgen kam es auf der B312 in der Nähe von Biberach zu Verzögerungen, nachdem aus einem Lkw gefährliche Fracht ausgetreten war. Die Polizei hielt gegen 10:45 Uhr einen spanischen Sattelzug bei einer routinemäßigen Kontrolle von Nutzfahrzeugen an, nachdem Auffälligkeiten festgestellt worden waren. Das Fahrzeug transportierte 19 große Behälter mit Zinkoxid – ein Gefahrgut, das unter der UN-Nummer 3077 klassifiziert ist.
Der von einem 38-jährigen usbekischen Fahrer gesteuerte Lkw beförderte 23 Tonnen Zinkoxid von Spanien nach Ungarn. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert war, wodurch es aus mehreren Behältern zu Undichtigkeiten kam. Aufgrund der Gefahr wurden die Feuerwehr Biberach sowie eine Werkfeuerwehr hinzugezogen, um die Lage zu bewerten.
Die Einsatzkräfte entschieden, dass eine Bergung des Gefahrguts am Straßenrand zu riskant sei. Der Lkw wurde daher unter Begleitung zur Werkfeuerwehr in Biberach gebracht, wo die Ladung entladen und eine Dekontamination durchgeführt wurde. Vor der Freigabe musste der Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro hinterlegen, um mögliche Kosten für das weitere Verfahren abzudecken.
Nach der Reinigung und weiteren Kontrollen durfte das Fahrzeug gegen 13:45 Uhr seine Fahrt fortsetzen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Fälle in den vergangenen Jahren ein. Zwischen März 2024 und März 2026 verzeichneten deutsche Behörden zwölf Gefahrgut-Austritte auf Autobahnen. Fünf davon betrafen Chemikalienunfälle auf der A3 bei Frankfurt im Oktober 2024, drei auf der A7 bei Hamburg im Februar 2025 sowie vier weitere auf den Autobahnen A2, A5 und A9.
Erst nach der Eindämmung des Austritts und abschließenden Sicherheitsprüfungen wurde der Lkw wieder freigegeben. Dem Fahrer drohen finanzielle Strafen wegen unsachgemäßer Ladungssicherung. Die Behörden überwachen weiterhin den Transport gefährlicher Güter, nachdem es auf deutschen Straßen wiederholt zu solchen Vorfällen gekommen ist.






