Grenzbeamte decken 1.200 Fälschungen an deutschen Übergängen auf
Gönül Jacobi JäckelGrenzbeamte decken 1.200 Fälschungen an deutschen Übergängen auf
Deutsche Grenzbehörden verzeichnen einen deutlichen Anstieg gefälschter Aufenthalts- und Identitätsdokumente im vergangenen Jahr. Zwischen März 2025 und März 2026 wurden an Grenzübergängen wie der Kehl-Europabrücke rund 1.200 Fälle registriert. Beim jüngsten Vorfall wurde am Sonntagabend (8. Juni) ein 33-jähriger Angolaner mit gefälschten Papieren erwischt.
Bundespolizisten kontrollierten den Mann während einer Routineüberprüfung in einem Fernbus am Grenzübergang Kehl-Europabrücke. Er legte einen portugiesischen Aufenthaltstitel vor, den die Beamten als nicht zu ihm gehörend verdächtigten. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurde eine gefälschte portugiesische Personalausweis in seinem Besitz entdeckt.
Weitergehende Überprüfungen bestätigten, dass die Dokumente seinem Bruder gehörten. Dem Mann drohen nun Anklagen wegen Besitzes falscher amtlicher Papiere, Identitätsbetrugs und des Versuchs, illegal nach Deutschland einzureisen. Die Behörden verweigerten ihm die Einreise und schickten ihn nach Frankreich zurück.
Der Fall reiht sich in einen größeren Trend ein: An deutschen Grenzen nehmen die Feststellungen zu. Durch verschärfte Kontrollen im Rahmen der Migrationspolitik gab es allein in den letzten zwölf Monaten über 1.200 ähnliche Vorfälle.
Der Angolaner wurde nach der Entdeckung der Fälschungen nach Frankreich zurückgeschickt. Gegen ihn wird wegen mehrerer Straftaten im Zusammenhang mit Identitätsbetrug ermittelt. Die deutsche Grenzpolizei meldet weiterhin einen stetigen Anstieg gefälschter Aufenthalts- und Reisedokumente an wichtigen Grenzübergängen.






