03 April 2026, 02:23

Großdemo in Stuttgart: Polizei sichert Nahost-Protest mit Hunderten Beamten

Große Gruppe von Menschen, die eine Straße entlangmarschieren und Fahnen und Transparente halten, mit einem geparkten Auto auf der rechten Seite und einem Baum auf der linken Seite, vor Gebäuden mit sichtbaren Fenstern und Schildern.

Großdemo in Stuttgart: Polizei sichert Nahost-Protest mit Hunderten Beamten

Am 19. November 2023 fand in Stuttgart eine Demonstration in Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt statt. Die Polizei beobachtete die Veranstaltung genau und setzte hunderte Beamte ein, darunter berittene Einheiten und einen Dolmetscher. Der Protest begann am Schillerplatz und folgte einer vorab festgelegten Route durch die Stadt, bevor er zum Ausgangspunkt zurückkehrte.

Die Kundgebung war eine von vielen, die seit dem 7. Oktober 2023 in ganz Deutschland stattfanden. Bis Ende 2024 registrierten die Behörden insgesamt 2.225 ähnliche Proteste – im Schnitt fünf pro Tag –, bei denen antisemitische Bezüge zum Konflikt eine Rolle spielten. An den Veranstaltungen beteiligten sich sowohl Israelgegner als auch islamistische Gruppen und linke antiimperialistische Kreise.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Noch vor Beginn des Marsches beschlagnahmten Beamte ein Plakat, das sich gegen deutsche Politiker richtete, sowie zwei Fahnen. Die Behörden prüfen nun, ob diese Gegenstände gegen geltendes Recht verstoßen. Unterdessen hielt eine 32-jährige Frau eine Rede vor den Demonstranten, in der sie eine verbotene Organisation unterstützte. Gegen sie wurden inzwischen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Der Demonstrationszug verlief ohne größere Zwischenfälle. Der Verkehr in der Umgebung blieb weitgehend unbeeinträchtigt, während sich der Marsch durch die Straßen bewegte. Durch die starke Polizeipräsenz blieb die Lage unter Kontrolle, auch wenn die Untersuchungen zu den beschlagnahmten Materialien und der Rede der Frau noch andauern. Die Kundgebung reiht sich ein in die wachsende Zahl landesweiter Proteste seit der Eskalation des Nahostkonflikts im Oktober 2023.

Quelle