Großrazzia gegen Schwarzarbeit: 130 Zollbeamte kontrollieren Logistikfirmen in Baden-Württemberg
Ayten KarzGroßrazzia gegen Schwarzarbeit: 130 Zollbeamte kontrollieren Logistikfirmen in Baden-Württemberg
Am 12. November 2024 fand in mehreren deutschen Städten eine groß angelegte Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung statt. Fast 130 Zollbeamte des Hauptzollamts Karlsruhe kontrollierten Speditions-, Transport- und Logistikunternehmen in der Region. Ziel der Aktion war es, gegen illegale Beschäftigungspraktiken vorzugehen und die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Verstöße zu verringern.
Im Rahmen der Operation wurden 191 Personen zu ihrem Beschäftigungsstatus befragt. In Heidelberg wurden 101 Menschen vernommen, was zu fünf Ermittlungsverfahren und einem Fall führte, in dem eine Person die Zusammenarbeit verweigerte und keine gültigen Ausweispapiere vorlegen konnte. In Karlsruhe wurden 46 Personen befragt, woraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt eingeleitet wurde.
In Ludwigshafen wurden 14 Personen vernommen, wobei in vier Fällen weitere Ermittlungen eingeleitet wurden. Weitere 30 Menschen wurden in Rastatt befragt, dort ergaben sich jedoch keine unmittelbaren Ermittlungsansätze. Die Angaben der Beschäftigten wurden mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen abgeglichen, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen.
Unterstützung erhielten die Zollbeamten von Polizeikräften und Mitarbeitenden des Bundesamts für Logistik und Mobilität. In 48 Fällen gab es erste Hinweise auf mögliche Verstöße, die nun einer genaueren Prüfung unterzogen werden.
Die Aktion förderte zahlreiche Fälle zutage, die weiterer Ermittlungen bedürfen – insbesondere in Heidelberg und Ludwigshafen. Die Behörden werden die aus Lohn- und Finanzunterlagen gewonnenen Beweise weiter auswerten. Die Razzia ist Teil der laufenden Bemühungen, Arbeitsgesetze durchzusetzen und illegale Beschäftigungspraktiken einzudämmen.






