19 April 2026, 12:24

Handgreiflichkeiten in der Berliner SPD: Streit um Macht und Vorwürfe eskaliert

Plakat für die Berliner Secession mit einer Frau in einem grünen Kleid und einem Mann in einem schwarzen Anzug mit Textbeschreibung.

Handgreiflichkeiten in der Berliner SPD: Streit um Macht und Vorwürfe eskaliert

Ein hitziger Streit innerhalb der Berliner SPD eskalierte vergangenen Monat zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Beteiligt waren Maja Lasic, die bildungspolitische Sprecherin der Partei, und Kazem Radpasand, ein konkurrierender Kandidat für ein lokales Amt. Beide Seiten liefern seither widersprüchliche Schilderungen des Vorfalls.

Der Zwischenfall ereignete sich am 10. September 2025 während einer Sitzung von SPD-Funktionären in Berlin-Mitte. Die Spannungen hatten sich bereits im Vorfeld an der Frage sicherer Listenplätze innerhalb des Bezirksverbands Mitte entzündet. Lasic, 1979 in Mostar geboren, ist stellvertretendes Mitglied im lokalen Vorstand, dem Radpasand vorsteht.

Noch vor Beginn der Veranstaltung stellte Lasic Radpasand vor dem Berliner SPD-Parteibüro zur Rede. Radpasand behauptete später, sie habe ihm den Arm verdreht und ihn bedroht. Lasic räumte ein, ihr "verbales Vorgehen sei nicht angemessen" gewesen, wies aber jede körperliche Aggression entschieden zurück.

Radpasand, der gegen Lasic sowohl bei der Kandidatenaufstellung als auch in einer weiteren internen Abstimmung unterlegen war, wies den Vorwurf zurück, seine öffentlichen Anschuldigungen seien politisch motiviert. Stattdessen forderte er eine interne Untersuchung und eine offizielle Entschuldigung. Der Konflikt wirft nun Fragen über den Umgang des Ortsverbands mit internen Streitigkeiten auf.

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Der SPD-Bezirksverband Mitte steht unter Druck, den Vorfall transparent aufzuarbeiten. Während Radpasand auf eine sachliche Klärung pocht, bleibt Lasic bei ihrer Darstellung, sich nicht körperlich vergangen zu haben. Das Ergebnis könnte prägend dafür sein, wie die Partei künftig mit Konflikten unter ihren Mitgliedern umgeht.

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