Haßelmann attackiert Scholz: "Reißt euch zusammen und liefert!"
Britta Haßelmann, Spitzenpolitikerin der Grünen, hat Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Regierung scharf kritisiert. Sie wirft ihnen vor, Erwartungen zu wecken, ohne anschließende greifbare Ergebnisse für das Land zu liefern. Die Äußerungen fielen in einem aktuellen Interview, in dem sie auch die Rolle ihrer eigenen Partei in der Koalition thematisierte.
Haßelmann verglich Scholz’ Führung mit einem Fußballer, der nie den Platz betritt. Der Kanzler habe zwar hohe Ziele ausgegeben, doch in der Praxis wenig erreicht, so ihre Kritik. Ihre Frustration richtete sich auch gegen Friedrich Merz, den CDU-Vorsitzenden, der Scholz einst als „Machtklempner“ bezeichnete – nun fehle es aber, Haßelmann zufolge, Merz selbst an den nötigen Fähigkeiten.
Ihrer Ansicht nach herrsche derzeit die beste finanzielle Ausgangslage für große Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz. Dennoch mangele es der Regierung an einer klaren Strategie, um den Alltag der Menschen spürbar zu verbessern. Ihre Botschaft an die Verantwortlichen war unmissverständlich: „Reißt euch zusammen und liefert!“
Trotz der harschen Kritik an der Regierungsarbeit betonte Haßelmann, dass die Grünen keinen vorzeitigen Bruch der Koalition anstreben. Stattdessen unterstrich sie die Bereitschaft ihrer Partei, Verantwortung zu übernehmen und Fortschritte voranzutreiben. Zu den Prioritäten zählen konkrete Veränderungen – etwa die Abkehr von fossilen Brennstoffen und messbare Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger.
Haßelmanns Aussagen spiegeln eine wachsende Ungeduld innerhalb der Koalition über unerfüllte Versprechen wider. Die Grünen signalisierten, zwar weiter in der Regierung mitzuwirken, aber auf schnelleres Handeln in zentralen Fragen zu drängen. Der Fokus liegt derzeit darauf, die aktuelle Führung an ihren Ergebnissen zu messen.






