Kretschmann und DB-Chef beraten über Bahn-Zukunft in Baden-Württemberg
Ayten KarzKretschmann und DB-Chef beraten über Bahn-Zukunft in Baden-Württemberg
Ministerpräsident Winfried Kretschmann und DB-Chef Richard Lutz trafen sich in dieser Woche, um über Verbesserungen im Schienenverkehr in Baden-Württemberg zu beraten. Im Mittelpunkt des Gipfels standen Maßnahmen zur Steigerung der Zuverlässigkeit durch höhere Investitionen und eine bessere Bauplanung. Die seit langem verschobene Eröffnung von Stuttgart 21 wurde jedoch nicht thematisiert.
Bei dem Treffen wurde der Bedarf an einer engeren Abstimmung betont, da die Bauarbeiten in den kommenden Monaten an Intensität gewinnen. Eine Arbeitsgruppe prüft derzeit Möglichkeiten, die Beeinträchtigungen für Fahrgäste während längerer Sperrungen so gering wie möglich zu halten. Die Infrastrukturabteilung der Deutschen Bahn versprach frühzeitigere Ankündigungen von Streckensperrungen sowie eine präzisere Taktung der Bauarbeiten.
Im nächsten Jahr wird sich die Zahl der Baustellen für Stuttgart 21 verdoppeln, um den Neubau des Bahnhofs vorzubereiten. Auch das Projekt "Digitaler Knoten Stuttgart", das Teil der dritten Ausbaustufe ist, erfordert umfangreiche Arbeiten. DB-Chef Lutz zeigte sich zuversichtlich, die Finanzierung für diese digitale Aufrüstung zu sichern, nannte jedoch keinen konkreten Zeitplan.
Sowohl das Land als auch die Deutsche Bahn hoben die Vorteile der verstärkten Bauaktivitäten hervor. Verkehrsminister Winfried Hermann verwies auf geplante Modernisierungen wie barrierefreie Zugänge, überdachte Wartebereiche und sichere Fahrradabstellplätze. Diese Maßnahmen sollen die Bahnhöfe zukunftsfähig machen und den Reisealltag der Pendler verbessern.
Der Gipfel unterstrich das Engagement Baden-Württembergs für zuverlässigere Bahnverbindungen. Frühzeitige Informationen und eine abgestimmte Planung sollen die zunehmenden Bauarbeiten begleiten. Im Fokus bleibt, die Infrastruktur zu modernisieren – bei möglichst geringen Einschränkungen für die Fahrgäste.






