Mercedes-Benz feiert Rekordquartal – doch Kartellvorwürfe trüben den Erfolg
Claudio WiekMercedes-Benz feiert Rekordquartal – doch Kartellvorwürfe trüben den Erfolg
Daimler verzeichnet ein rekordstarkes zweites Quartal für die Marke Mercedes-Benz. Die weltweiten Auslieferungen stiegen auf 595.200 Fahrzeuge – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit wachsender Kritik wegen mutmaßlicher Kartellabsprachen in der Automobilbranche konfrontiert.
Die Finanzzahlen des Konzerns zeigen ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz kletterte auf rund 41,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn stieg leicht auf etwa 2,51 Milliarden Euro, nach 2,45 Milliarden Euro im Jahr 2016.
Die Verkäufe von Mercedes-Benz und smart erreichten in Schlüsselmärkten wie Europa und China neue Höchststände. Der Erfolg fällt zusammen mit der geplanten Markteinführung des X-Class-Pickups im November.
Trotz der positiven Zahlen ging Daimler in seinem Quartalsbericht nicht auf die jüngsten Kartellvorwürfe ein. Behörden prüfen, ob Automobilhersteller regelmäßig zusammenkamen, um Preise illegal abzusprechen. Sowohl der Aufsichtsrat von Daimler als auch Hans Dieter Pötsch, der Vorsitzende des VW-Aufsichtsrats, haben Krisensitzungen einberufen, um die Vorwürfe zu erörtern.
Das zweite Quartal brachte Daimler Rekordumsätze und -gewinne. Doch die laufenden Kartellermittlungen belasten die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Die Aufsichtsbehörden untersuchen weiterhin mögliche wettbewerbswidrige Praktiken in der Branche.






