Merz' Rückführungspläne gefährden die Versorgung in deutschen Krankenhäusern
Jessika FröhlichMerz' Rückführungspläne gefährden die Versorgung in deutschen Krankenhäusern
Bundeskanzler Friedrich Merzs Plan, die Rückkehr von in Deutschland lebenden Syrern zu beschleunigen, stößt auf scharfe Kritik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnte, dass dieser Schritt die Gesundheitsversorgung schwer beeinträchtigen könnte. Vertreter der Organisation betonten die zentrale Rolle, die syrische Fachkräfte in Krankenhäusern bundesweit spielen.
Laut dem Vorhaben müssten rund 80 Prozent der derzeit in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren das Land verlassen. Die DKG wies darauf hin, dass dadurch Tausende unverzichtbare Arbeitskräfte dem Gesundheitssystem verloren gingen.
Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen mit 5.745 Beschäftigten in Krankenhäusern bis Ende 2024 die größte Gruppe ausländischer Mediziner in Deutschland. Hinzu kommen über 2.000 syrische Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, erklärte, dass der Wegfall dieser Fachleute die Patientenversorgung spürbar verschlechtern würde.
Die Krankenhausgesellschaft argumentiert, dass die geplante Regelung die Abhängigkeit von syrischem Know-how in den Kliniken ignoriert. Ohne diese Arbeitskräfte könnten sich die Personalknappheit verschärfen – mit negativen Folgen für die Behandlungsqualität und die Stabilität des Klinikbetriebs.
Die Warnung der DKG unterstreicht die möglichen Konsequenzen von Merzs Plan. Krankenhäuser sind auf syrische Fachkräfte in der Pflege und Ärzteschaft angewiesen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Ein massenhafter Weggang könnte in den kommenden Jahren erhebliche Lücken in der Gesundheitsversorgung hinterlassen.






