Preisfehler bei Shell-Tankstelle löst Run auf Billig-Sprit aus
Eine Shell-Tankstelle in Straubenhardt sorgte am Mittwochabend für Aufsehen, nachdem ein Preisfehler die Kraftstoffkosten drastisch gesenkt hatte. Superbenzin kostete plötzlich nur noch 1,87 Euro pro Liter, während E10 sogar auf 1,81 Euro fiel. Der Fehler lockte eine Flut von Kunden an, die lange Schlangen bildeten und die Tankstelle zwangen, ihre Öffnungszeiten zu verlängern.
Der Fehler bestand etwa drei Stunden lang, in denen rund 100 Autofahrer von den ungewöhnlich niedrigen Preisen profitierten. Das Personal hatte Mühe, den plötzlichen Ansturm zu bewältigen, und es bildete sich ein Rückstau im Umfeld der Tankstelle. Ursache war ein Preisirrtum von Shell, dem Betreiber der Anlage.
Nach deutschen Vorschriften müssen Tankstellen die korrekten Preise sowohl auf dem Hauptschild als auch direkt an der Zapfsäule anzeigen. Rechtlich bindend ist dabei der Preis an der Säule. Stellen Kunden eine Abweichung fest, wird ihnen geraten, dies umgehend dem Tankstellenleiter zu melden. Frühere Fälle zeigen, dass solche Unstimmigkeiten zu offiziellen Verwarnungen oder sogar juristischen Schritten führen können, wobei oft Verbraucherschutzorganisationen eingeschaltet werden.
Zuverlässige Daten darüber, wie häufig solche Fehler in Deutschland vorkommen, gibt es nicht. Öffentliche Aufzeichnungen erfassen diese Vorfälle nicht systematisch, sodass sich kaum sagen lässt, welche Tankstellenketten am häufigsten betroffen sind.
Die Tankstelle korrigierte die Preise schließlich – doch nicht, ohne zuvor Dutzende Autofahrer zu den reduzierten Tarifen bedient zu haben. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig präzise Kraftstoffpreise sind und welche Folgen Fehler nach sich ziehen können. Kunden, die Preisungenauigkeiten vermuten, wird empfohlen, diese sofort vor Ort zu reklamieren, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.






