05 May 2026, 02:31

Prozess um tödlichen Messerangriff im Berliner Humboldt Forum begonnen

Polizisten vor einer Menge mit Fahrrädern und einer Bank im Vordergrund, Bäume und Himmel im Hintergrund.

Prozess um tödlichen Messerangriff im Berliner Humboldt Forum begonnen

In Berlin hat ein Prozess gegen sieben Angeklagte begonnen, die der Beteiligung an einem tödlichen Messerangriff im Humboldt Forum beschuldigt werden. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Tod eines 20-jährigen Syrers, der bei einer gewaltsamen Schlägerei im vergangenen September mehrfach erstochen wurde. Die Verhandlung begann heute um 9:15 Uhr, fast sieben Monate nach dem Vorfall.

Der Angriff ereignete sich am 12. September 2025 im Humboldt Forum – einem rekonstruierten historischen Palast im Zentrum Berlins in der Nähe der Museumsinsel. Das Opfer, ein 20-jähriger Syrer, erlitt lebensgefährliche Verletzungen, nachdem er mehrfach erstochen worden war, und starb später im Krankenhaus. Zwei weitere Personen, die sich in seiner Begleitung befanden, erlitten leichte Verletzungen während der Auseinandersetzung.

Die sieben Angeklagten, zwischen 16 und 23 Jahre alt, müssen sich wegen schwerer Körperverletzung, Störung der öffentlichen Ordnung und Beteiligung an einer Schlägerei verantworten. Vier von ihnen wird zudem Totschlag vorgeworfen. Die genauen Umstände, die zur Konfrontation führten, sind weiterhin unklar.

Der Prozess soll an 30 Verhandlungstagen stattfinden und bis zum 13. Oktober dauern.

Das Gericht wird die Ereignisse untersuchen, die zum tödlichen Messerangriff führten, sowie die Rolle jedes einzelnen Angeklagten. Ein Urteil wird nach Abschluss der geplanten Verhandlungen Mitte Oktober erwartet. Der Fall hat besondere Aufmerksamkeit erregt – nicht nur wegen der Schwere der Tat, sondern auch wegen des Ortes des Geschehens in einem der bekanntesten Kulturstandorte Berlins.

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