Radikale Pläne: Soll die Friedrichstraße autofrei und zur Fußgängerzone werden?
Jessika FröhlichRadikale Pläne: Soll die Friedrichstraße autofrei und zur Fußgängerzone werden?
Die Zukunft der Friedrichstraße in Berlin-Mitte bleibt ein viel diskutiertes Thema unter Anwohnern und Stadtplanern. Die scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch hat nun einen Architekturwettbewerb gestartet, um das künftige Erscheinungsbild der Straße zu gestalten. Ein Entwurf des Büros CKSA schlägt eine radikale Umgestaltung der berühmten Straße vor.
Das Konzept von CKSA sieht eine autofreie und fahrradfreundliche Friedrichstraße vor. Statt herkömmlicher Bordsteine soll ein fließender Übergangsbereich vor den Gebäuden entstehen. Geplant sind zudem Natursteinpflaster und Kunstinstallationen, die den öffentlichen Raum aufwerten.
Laut dem Vorschlag würde die Friedrichstraße mit dem Gendarmenmarkt zu einem einheitlichen Viertel verschmelzen. Die Querstraßen zwischen beiden Bereichen sollen zu Fußgängerzonen mit großen Bäumen, Wasserelementen und weiteren Kunstwerken umgestaltet werden. Das Kopfsteinpflaster würde in einem durchgängigen quadratischen Muster verlegt, um die Flächen optisch zu verbinden.
Die Diskussionen gehen weiter: Die Berliner sind uneins, ob die Friedrichstraße für Autos offen bleiben, ein hybrides Modell erhalten oder sich vollständig der autofreien Vision anschließen soll. Jaraschs Wettbewerb soll neue Ideen sammeln, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Der Entwurf von CKSA sieht vor, Autos und Fahrräder aus dem zentralen Bereich zu verbannen und stattdessen Grünflächen sowie kulturelle Elemente auszubauen. Sollte das Konzept ausgewählt werden, würde es eine der bekanntesten Straßen Berlins grundlegend verändern. Der Ausgang des Wettbewerbs wird zeigen, ob der Plan umgesetzt wird – oder ob alternative Ideen die Oberhand gewinnen.






