04 May 2026, 18:32

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Protest und Musik im Kiez vereint

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

RAPK: Wie ein Berliner Rap-Trio Protest und Musik im Kiez vereint

Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg verbindet seit langem seine Musik mit Protest und gemeindlichem Engagement. Jedes Jahr veranstaltet die Gruppe am 1. Mai ein Solidaritätskonzert, um nach dem Myfest das eigene Viertel zu feiern. Ihre Auftritte sollen Menschen zusammenbringen und politische Botschaften durch Musik zugänglicher machen.

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RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav – alle drei sind in Kreuzberg aufgewachsen. Ihre Texte spiegeln den Alltag im Kiez wider und thematisieren Probleme wie Drogensucht, rassistische Polizeikontrollen und Gentrifizierung. Die Band ist überzeugt: Musik und Protest gehören zusammen, statt nebeneinander zu existieren.

2023 sorgte ihr Konzert am 1. Mai für Verzögerungen beim revolutionären Maidemonstrationszug. Später entschuldigte sich das Trio für die Behinderung und räumte ein, den Marsch blockiert zu haben. Während des Events riefen die Musiker über Durchsagen und Instagram-Posts die Zuschauer auf, eine Gasse für die Demonstrant:innen freizuhalten.

Um künftige Konflikte zu vermeiden, hat RAPK zugesagt, ihre Konzerte räumlich klar von der Demonstration zu trennen. Ihr Ziel bleibt jedoch dasselbe: Protest durch Musik zu verstärken, ohne dass sich beide Veranstaltungen gegenseitig behindern.

RAPK bleibt mit ihrer Musik fest in Kreuzbergs Kultur des Widerstands verwurzelt. Durch die Anpassung ihrer Konzertorganisation wollen sie künftig Proteste unterstützen, ohne sie zu stören. Die Gruppe setzt weiterhin auf gesellschaftskritische Texte und die Einbindung der Community in ihre Arbeit.

Quelle