31 March 2026, 10:27

Rekord-Spritpreise bedrohen Buslinien in ländlichen Regionen Deutschlands

Liniengraph, der die US-Dieselverkaufspreistrends von 1990 bis 2020 zeigt, mit mehreren farbigen Linien, die verschiedene Datenpunkte darstellen.

Rekord-Spritpreise bedrohen Buslinien in ländlichen Regionen Deutschlands

Spritpreise in Deutschland auf Rekordniveau – ÖPNV in der Krise

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind auf beispiellose Höhen gestiegen und belasten den öffentlichen Nahverkehr schwer. Besonders betroffen sind Busunternehmen – vor allem in ländlichen Regionen. Die Dieselkosten, die während der Pandemie zeitweise sanken, bedrohen nun die Existenz ganzer Linien. Betreiber warnen: Ohne zusätzliche Finanzhilfen könnten ganze Streckenstilllegungen drohen.

Noch Anfang 2020 waren die Dieselpreise aufgrund der COVID-19-Beschränkungen und des gesunkenen Bedarfs auf etwa 1,30 Euro pro Liter gefallen. Doch ab 2022 und 2023 kehrte sich der Trend abrupt um – die Preise stiegen auf neue Höchststände. Ein kurzer Rückgang 2024 brachte kaum Entlastung, bevor 2025 die Erhöhung des CO₂-Preises die Kosten auf rund 1,70 Euro pro Liter trieb. Den vorläufigen Tiefschlag gab es im März 2026, als der Liter Diesel mit 2,109 Euro einen Rekordwert erreichte – ausgelöst durch die Eskalation im Iran, US-israelische Luftangriffe und explodierende Rohölpreise.

Seitdem kämpft der öffentliche Verkehr ums Überleben. Sowohl der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) als auch der Busunternehmerverband Baden-Württemberg (WBO) warnen, dass vor allem kleinere Betriebe vor dem Aus stehen. Die monatlichen Spritkosten für Busunternehmen bewegen sich mittlerweile im sechsstelligen Bereich – viele ländliche Linien sind kaum noch wirtschaftlich zu betreiben. Der WBO hat bereits angekündigt, dass bei weiter steigenden Preisen Strecken gestrichen werden müssten.

Aktuell stellt der Bund jährlich rund 12 Milliarden Euro für den ÖPNV bereit. Doch die Länder halten dies für unzureichend und fordern bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro – allein, um den aktuellen Betrieb aufrechtzuerhalten. Alexander Möller, Hauptgeschäftsführer des VDV, betont, dass politische Unterstützung unverzichtbar sei, um Fahrpreiserhöhungen und Einschnitte bei den Leistungen zu verhindern. Ohne sie drohe ländlichen Regionen der vollständige Verlust wichtiger Verkehrsanbindungen.

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Die drastischen Spritkosten zwingen Busunternehmen zu unmöglichen Entscheidungen: Entweder steigen die Ticketpreise, das Angebot wird ausgedünnt – oder kleinere Betriebe müssen ganz schließen. Länder und Verkehrsverbände sind sich einig: Ohne Milliardenhilfen wird das deutsche Nahverkehrsnetz, besonders in ländlichen Gebieten, in den kommenden Jahren massive Kürzungen hinnehmen müssen.

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