Schnellfahrstrecke Mannheim–Frankfurt droht am Geldmangel zu scheitern
Claudio WiekSchnellfahrstrecke Mannheim–Frankfurt droht am Geldmangel zu scheitern
Pläne für neue Schnellfahrstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt stehen vor schweren finanziellen und zeitlichen Problemen
Das Vorhaben, das die Überlastung der stark frequentierten Riedbahn entlasten soll, steckt noch in der Planungsphase. Beamte warnen nun, dass fehlende Mittel das Projekt verzögern oder sogar ganz zum Scheitern bringen könnten.
Die ersten Planungen für die Strecke Mannheim–Frankfurt begannen Mitte 2021 mit der Vorplanungsphase. Ende 2022 wurde eine bevorzugte Trassenführung festgelegt, und das formelle Genehmigungsverfahren (Planfeststellungsverfahren) soll Anfang 2025 starten. Trotz dieser Fortschritte wurde bisher noch kein Spatenstich vorgenommen – der Baubeginn steht weiterhin aus.
Tarek Al-Wazir, Verkehrsminister der Grünen, bezeichnete das Projekt als "massiv gefährdet". Aktuelle Haushaltsprognosen zeigen eine Finanzierungslücke von rund 300 Millionen Euro im Jahr 2027, die sich bis 2029 auf 1,5 Milliarden Euro aufblähen könnte. Ohne diese Mittel bleibt die Fertigstellung der Strecke ungewiss.
Die neue Verbindung gilt als dringend notwendig, da die Riedbahn bis 2040 voraussichtlich zu 127 Prozent ausgelastet sein wird. Experten betonen zudem, dass ohne die ICE-Verbindung Mannheim–Frankfurt keine spürbare Verbesserung der Pünktlichkeit auf anderen Strecken zu erwarten ist. Zwar nähert sich das Projekt dem Ende der Planungsphase, doch ein möglicher Baubeginn im Jahr 2027 steht auf der Kippe.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt bleibt vorerst ein Planungsvorhaben – mit Bauarbeiten ist noch nicht begonnen worden. Finanzierungsengpässe und steigende Kosten drohen, den Zeitplan weiter zu verzögern. Werden diese Probleme nicht gelöst, könnte die überlastete Riedbahn ohne die dringend benötigte Entlastung bleiben.






