Schweizer Nachtzug nach Skandinavien fällt 2026 überraschend aus
Geplante Nachtzugverbindung von der Schweiz nach Skandinavien wird gestrichen
Eine neue Nachtzugstrecke von der Schweiz nach Skandinavien sollte 2026 an den Start gehen. Die Schweizer Regierung hatte das Projekt mit Finanzmitteln und Planung unterstützt. Nun wurde das Vorhaben jedoch nach politischer Opposition, die entscheidende Fördergelder blockierte, aufgegeben.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hatte zunächst 1,2 Millionen Franken für die Vorbereitungsarbeiten bereitgestellt. Der Zug sollte ab Frühling 2026 wöchentlich in beide Richtungen verkehren – jeweils an drei Tagen pro Woche. Die Strecke hätte Basel mit Kopenhagen und Malmö verbunden, mit Halt in Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt und Hamburg, bevor es nach Dänemark gegangen wäre.
Das Projekt war auf staatliche Subventionen angewiesen, um wirtschaftlich tragfähig zu sein. Nachtzüge rentieren sich oft kaum, da die Betriebskosten hoch sind. Im Dezember 2025 lehnte das Schweizer Parlament einen Antrag über 10 Millionen Franken ab, was schließlich zur Streichung der Verbindung führte. Bereits verkaufte Tickets werden nun erstattet.
Ab dem nächsten Jahr sollte der Zug zudem durch Baden-Württemberg fahren. Ohne langfristige finanzielle Absicherung war das gesamte Vorhaben jedoch nicht mehr umsetzbar.
Die Streichung hinterlässt Reisende ohne direkte Nachtzugoption zwischen der Schweiz und Skandinavien. Die Rückerstattung der vorab gekauften Tickets wird in den kommenden Wochen abgewickelt. Die Entscheidung unterstreicht die finanziellen Herausforderungen, vor denen grenzüberschreitende Nachtzugverbindungen in Europa stehen.






