Stuttgart 21: Vollbetrieb erst nach 2030 – und wieder neue Verzögerungen
Ayten KarzStuttgart 21: Vollbetrieb erst nach 2030 – und wieder neue Verzögerungen
Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Bahnknotens, bekannt als Stuttgart 21, verzögert sich erneut. Ursprünglich sollte das Milliardenprojekt bis Ende 2025 fertiggestellt werden, doch nun drohen weitere Rückschläge – ein Vollbetrieb ist vor 2030 kaum noch realistisch. Noch hat keine Behörde einen verbindlichen Termin für einzelne Abschnitte des Vorhabens bestätigt.
Der Zeitplan des Projekts wurde seit seinen Anfängen immer wieder verschoben. 1998 gewann der Architekt Christoph Ingenhoven den Wettbewerb für den Entwurf des Durchgangsbahnhofs, während die Deutsche Bahn zunächst eine Inbetriebnahme bis Ende 2025 anstrebte. Spätere Aktualisierungen, etwa ein Faktencheck aus dem Jahr 2022, ließen hoffen, dass zumindest die Gäubahn-Strecke bis Mitte 2025 in Betrieb gehen könnte – doch auch hier kam es zu weiteren Verzögerungen.
Aktuelle Bewertungen schließen nun jeden Fahrbetrieb vor 2029 aus. Zudem muss die Deutsche Bahn bis spätestens Mitte 2026 ein überarbeitetes Betriebskonzept vorlegen. Trotz der hohen Kosten und der langen Planungsdauer stehen für die einzelnen Bauabschnitte weiterhin keine konkreten Eröffnungstermine fest.
Die jüngsten Verzögerungen verschieben die vollständige Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf 2030 oder später. Das anstehende Betriebskonzept der Deutschen Bahn wird über die nächsten Schritte entscheiden. Bis dahin bleibt das Projekt in der Schwebe – ohne klare Perspektive auf eine Fertigstellung.






