08 April 2026, 08:39

Tesla rettet 300 Jobs in Reutlingen – doch Manz-Aktionäre verlieren alles

Schwarzes und weißes Foto eines Fabrikinnenraums mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, Metallstäbe und -stäbe, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Tesla rettet 300 Jobs in Reutlingen – doch Manz-Aktionäre verlieren alles

Manz AG meldete Ende 2024 Insolvenz an – rund 100 Mitarbeiter stehen vor ungewisser Zukunft. Das Unternehmen hat seitdem begonnen, seine verbleibenden Vermögenswerte umzustrukturieren, während es gleichzeitig einen wichtigen Deal für seinen Standort in Reutlingen abschloss.

Die Tesla Automation GmbH, die deutsche Tochter des US-Elektroautoherstellers Tesla, hat zugesagt, den Standort zu übernehmen und mehr als 300 Arbeitsplätze zu erhalten. Das Insolvenzverfahren wurde kurz vor Jahresende 2024 eingeleitet. Die Insolvenzverwalter handelten schnell, um den Betrieb zu stabilisieren, und boten den betroffenen Mitarbeitern – etwa 100 Beschäftigten – die Möglichkeit an, in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

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Unterdessen sieht Tesla Automation im Standort Reutlingen eine strategische Ergänzung für seine globalen Automatisierungsprojekte. Die Tochtergesellschaft bestätigte Pläne, die Produktion dort fortzuführen und über 300 Arbeitskräfte zu übernehmen. Allerdings steht der Deal noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt, bevor er endgültig vollzogen werden kann.

Um die Schulden zu begleichen, veräußert der Insolvenzverwalter die verbleibenden Vermögenswerte von Manz AG. Die Erlöse aus diesen Verkäufen fließen in die Befriedigung der nicht nachrangigen Gläubiger. Aktionäre hingegen müssen mit einem Totalverlust rechnen, da keine Ausschüttungen aus der Insolvenzmasse zu erwarten sind.

Die strukturierte Abwicklung zielt darauf ab, die ausstehenden Verpflichtungen zu erfüllen und gleichzeitig einen reibungslosen Übergang des Reutlinger Werks an Tesla Automation zu gewährleisten. Durch die Übernahme sichert Tesla Automation mehr als 300 Arbeitsplätze am Standort Reutlingen. Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens liegt der Fokus nun auf der Verwertung der Vermögenswerte, um die Forderungen der Gläubiger zu bedienen.

Für die Aktionäre bedeutet das Verfahren jedoch einen vollständigen Verlust, da keine Zahlungen aus den verbleibenden Mitteln zu erwarten sind.

Quelle