Ukrainischer Wein verbindet Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj auf der Rheingau Weinwoche
Claudio WiekUkrainischer Wein verbindet Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj auf der Rheingau Weinwoche
Ein einzigartiger Weinstand bringt zwei Städte bei der diesjährigen Rheingau Weinwoche näher zusammen
Wiesbaden und seine ukrainische Partnerstadt Kamjanez-Podilskyj, getrennt durch über 1.600 Kilometer, feiern bei der diesjährigen Rheingau Weinwoche ihre Verbundenheit – vereint durch die gemeinsame Liebe zum Wein. Die Initiative sammelt zudem Spenden für Hilfsprojekte in der Ukraine.
Die Partnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj begann 2021 als Zeichen der Solidarität nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Seither arbeiten die beiden Städte in verschiedenen Projekten zusammen, darunter Hilfslieferungen und die Aufnahme von 40 ukrainischen Kindern in Wiesbaden.
In diesem Jahr erhält die Verbindung eine besondere Note: Der Partnerschaftsverein Wiesbaden-Kamjanez-Podilskyj betreibt gemeinsam mit ukrainischen Freiwilligen einen Weinstand auf der Rheingau Weinwoche. Im Angebot sind sechs in Deutschland selten erhältliche Weine – zwei Sekte, zwei Weißweine, ein Rosé und ein kräftiger Rotwein der Sorte Petit Boucher. Jede Flasche erzählt eine Geschichte ukrainischer Weinbaukunst, geprägt von einzigartigen Rebsorten und regionalen Klimabedingungen.
Ab 2026 übernimmt die französische Stadt Fondettes den Betrieb des Weinstands. Bis dahin fließt jeder verkaufte Schluck in die Arbeit des Partnerschaftsvereins. Die Einnahmen finanzieren dringend benötigte Projekte – von medizinischer Versorgung bis zu Bildungsprogrammen –, die direkt den Menschen in Kamjanez-Podilskyj zugutekommen.
Der Weinstand bietet mehr als nur einen Geschmack der Ukraine. Er festigt die Bindung zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj und sammelt Mittel für laufende Hilfsmaßnahmen. Besucher können nicht nur ein Glas genießen, sondern auch einen Beitrag zu einer Sache leisten, die Kulturen verbindet und einer Stadt in Not zur Seite steht.






