19 April 2026, 06:24

Baden-Württemberg kämpft mit neuen Maßnahmen gegen steigenden Flächenverbrauch

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf Papier mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails zu Gebäuden, Straßen und Merkmalen.

Baden-Württemberg kämpft mit neuen Maßnahmen gegen steigenden Flächenverbrauch

Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs

Baden-Württemberg intensiviert seine Bemühungen, den Flächenverbrauch im Land einzudämmen. Da die tägliche Inanspruchnahme neuer Flächen in den letzten Jahren gestiegen ist, hat die Landesregierung nun Maßnahmen angekündigt, um Kommunen bei der sparsamen Flächennutzung zu unterstützen. Ein zentraler Bestandteil des Plans sind finanzielle Anreize und konkrete Projekte, die eine effiziente Wiederbelebung von Brachflächen fördern sollen.

Zwischen 2016 und 2020 wurden im Schnitt täglich 5,6 Hektar neue Fläche in Anspruch genommen. Bis 2021 stieg dieser Wert auf 6,2 Hektar pro Tag. Als Hauptgrund für den Anstieg nennen Behörden die wachsende Nachfrage nach Wohnraum, die mit dem Bevölkerungszuwachs einhergeht.

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Um das Problem zu bekämpfen, führt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen eine Entsiegelungsprämie in Höhe von rund einer Million Euro jährlich ein. Mit dem Programm sollen Kommunen motiviert werden, unnötige versiegelte Flächen zurückzubauen und natürliche Böden wiederherzustellen.

Darüber hinaus plant das Ministerium in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden Modellprojekte zu starten, die als Praxisbeispiele dienen sollen. Diese zeigen auf, wie ungenutzte Flächen effizient reaktiviert und renaturiert werden können. Zudem wird eine digitale Übersicht weitere Potenziale für die Innenentwicklung aufzeigen – damit Städte und Gemeinden leichter brachliegende Areale identifizieren können.

Die umfassende Strategie der Landesregierung umfasst einen Aktionsplan zum Flächensparen, der verschiedene Instrumente und Maßnahmen bündelt, um den Flächenverbrauch zu verringern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die neuen Maßnahmen kombinieren Fördergelder mit Beratungsangeboten, um Kommunen bei einer nachhaltigeren Flächenbewirtschaftung zu unterstützen. Durch die Verknüpfung von finanzieller Hilfe, konkreten Beispielen und digitalen Ressourcen will das Land den Trend steigender Flächeninanspruchnahme umkehren. Ziel ist es, in den kommenden Jahren einen messbaren Rückgang des Neuflächenverbrauchs zu erreichen.

Quelle