07 May 2026, 04:23

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz, das Holocaust-Opfern gewidmet ist, mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und im Hintergrund Gebäude, Fahrzeuge und Bäume.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Namensgebungsfeier findet im Rahmen einer besonderen Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses statt. Friedländer, die Ehrenbürgerin Berlins, wird dabei mit einer Würdigung durch den regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) geehrt.

Die Zeremonie beginnt um 9:00 Uhr, während die Plenarsitzung selbst später als üblich, um 11:00 Uhr, eröffnet wird. Nach den Ansprachen wird eine neue Namensplatte für den Platz in Anwesenheit Friedländers enthüllt.

Die Veranstaltung steht im Kontext der Debatten im Landesparlament über die Maifeiern und -demonstrationen am 1. Mai. Zwar verliefen die meisten Kundgebungen friedlich, doch nahm die Polizei vorübergehend mehrere Dutzend Personen in Gewahrsam. Die Behörden leiteten rund 120 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexueller Belästigung.

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In der anstehenden Sitzung werden die Abgeordneten die Ereignisse des 1. Mai und deren Auswirkungen auf die Stadt aufarbeiten. Die Debatte wird sowohl den überwiegend friedlichen Charakter der Demonstrationen als auch die Vorfälle thematisieren, die zu Polizeieinsätzen führten.

Die Umbenennung des Platzes stellt eine dauerhafte Ehre für das Vermächtnis Margot Friedländers dar. Die Feierlichkeiten werden zudem aktuelle öffentliche Ereignisse reflektieren – sowohl ihren friedlichen Verlauf als auch die vereinzelten Zwischenfälle, die ein polizeiliches Eingreifen erforderten. Die neue Namensplatte wird als bleibende Erinnerung an Friedländers Verdienste für Berlin dienen.

Quelle