02 May 2026, 02:21

Frei verteidigt Ampel-Kurs: Reformen gegen AfD-Zuspruch und Haushaltsdruck

Karte von Deutschland, die die provinziellen Grenzen von 2002 und 2018 in Gelb, Rot und Orange auf einem weißen Hintergrund mit Text zeigt.

Frei verteidigt Ampel-Kurs: Reformen gegen AfD-Zuspruch und Haushaltsdruck

Thorsten Frei, Kanzleramtsminister unter Olaf Scholz, hat das Vertrauen in die deutsche Ampelkoalition bekräftigt. In jüngsten Stellungnahmen ging er auf drängende wirtschaftliche und soziale Reformen ein und reagierte damit auch auf den wachsenden Zuspruch für die rechtspopulistische AfD in Umfragen.

Frei bezeichnete den Aufstieg der AfD in den Umfragen als „besorgniserregenden Trend“, betonte jedoch, dass dieser die politische Mitte zu besseren Leistungen anspornen müsse. Die Kritik der Partei an der Neuverschuldung wies er zurück – mit Verweis auf die nationale Sicherheit, die die Ausgaben rechtfertige. Denn der Großteil der neuen Kredite fließe in die Verteidigung.

In der Wirtschaftspolitik schloss Frei eine Aussetzung der Schuldenbremse trotz der Iran-Krise aus. Weitere Kreditaufnahmen, warnte er, würden Deutschlands Handlungsspielraum bei künftigen Herausforderungen nur verringern. Stattdessen forderte er in den kommenden Wochen schnellere Fortschritte bei den Reformen im Gesundheitswesen, der Rentenpolitik und der Pflegevorsorge.

Ziel der Gesundheitsreform ist es, die Beitragssätze zu stabilisieren und sicherzustellen, dass die Ausgaben den Einnahmen entsprechen. Frei kündigte zudem echte Steuerentlastungen für Gering- und Mittelverdiener an und versprach spürbare Senkungen im Rahmen der anstehenden Einkommensteuerreform. Er räumte ein, dass zentrale Vorhaben – wie die Senkung der Unternehmenssteuern, das Modell der „aktiven Rente“ oder die Abschaffung des Bürgergelds – bereits auf dem Weg seien.

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Obwohl Frei einräumte, dass einige Herausforderungen hart werden dürften, bestand er darauf, dass die Koalition schwache Kompromisse vermeiden müsse. Lösungen, so sein Argument, sollten die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken – statt sich mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu begnügen.

Freis Äußerungen unterstreichen den Willen der Regierung, wirtschaftliche Zwänge und soziale Reformen angesichts des politischen Wandels anzugehen. Mit bereits vorangetriebenen Schlüsselveorhaben strebt die Koalition nach Stabilität, während sie gleichzeitig dem wachsenden Einfluss der AfD entgegenwirken will. Im Fokus bleibt die Balance zwischen Haushaltsdisziplin und notwendigen Investitionen in Sicherheit und öffentliche Dienstleistungen.

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