07 May 2026, 06:21

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und schwarzem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Jungheinrich: Führungswechsel nach deutlichem Gewinnrückgang

Der Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich hat einen Wechsel in der Führungsetage bekannt gegeben, nachdem das Unternehmen einen starken Rückgang der Gewinne verzeichnete. Heike Wulff, die Finanzvorständin des Konzerns, wird ihr Amt früher als geplant verlassen. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit finanziellen Herausforderungen und einem deutlichen Wertverlust an den Märkten kämpft.

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Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis Mai 2027 laufen. Doch der Aufsichtsrat und Wulff einigten sich darauf, ihr Mandat nicht zu verlängern. Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, wird CEO Lars Brzoska die Finanzabteilung kommissarisch übernehmen.

Die Entscheidung fällt nach einem schwierigen ersten Quartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Der Rückgang ist unter anderem auf den harten Wettbewerb in der Branche sowie einen Streik am Produktionsstandort Lüneburg zurückzuführen.

Jungheinrich bleibt mehrheitlich in Familienhand. Die beiden Töchter des Firmengründers halten jeweils einen gleich großen Anteil an den 54 Millionen stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien, was 53 Prozent des Gesamtkapitals entspricht. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die im MDAX gehandelt werden, befinden sich größtenteils in Streubesitz.

Seit Ende 2025 hat sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro.

Mit Wulffs Abgang wird Brzoska vorerst sowohl seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender als auch die Leitung der Finanzabteilung übernehmen. Nun muss das Unternehmen seine finanzielle Performance verbessern und gleichzeitig einen neuen Finanzvorstand finden. Die fortgesetzte Mehrheitsbeteiligung der Familie sorgt zwar für Stabilität, doch die Marktherausforderungen bleiben eine zentrale Hürde.

Quelle