18 April 2026, 10:22

Medienanwalt Schertz wirft Caren Miosga Voreingenommenheit im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Zeitung mit Abbildungen von Menschen und handgeschriebenem Text, der öffentliche Meinungen zu rechtlichen Verfahren zusammenfasst.

Medienanwalt Schertz wirft Caren Miosga Voreingenommenheit im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Der Medienanwalt Christian Schertz hat der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga vorgeworfen, in ihrer Berichterstattung über den Streit zwischen den Schauspielern Collien Fernandes und Christian Ulmen parteiisch gewesen zu sein. Er wirft der Sendung eine einseitige Gästeauswahl vor, die rechtlich bedenklich sei. Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen.

Schertz kritisierte zudem die Berichterstattung des Spiegel als unvollständig, insbesondere die Darstellung eines Vorfalls auf Mallorca. Er wies auch Vorwürfe zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet, und bezeichnete solche Behauptungen als falsch. Die Polizei in Mallorca hatte zuvor von "Fehlverhalten auf beiden Seiten" bei der Auseinandersetzung gesprochen, doch das spanische Verfahren wurde inzwischen eingestellt.

Das Redaktionsteam von Caren Miosga wies Schertz' Vorwürfe der Voreingenommenheit zurück. Man habe ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema aufgegriffen und journalistische Standards eingehalten, hieß es. Schertz kündigte jedoch an, rechtliche Schritte gegen den Spiegel wegen dessen Berichterstattung einzuleiten.

Zudem verteidigte Schertz Ulmens Team und betonte, man habe verantwortungsvollen investigativen Journalismus betrieben und werde die Unschuldsvermutung wahren.

Der Rechtsstreit zieht sich weiter hin, während Schertz weitere Klagen gegen Medienhäuser vorbereitet. Die deutschen Ermittler bleiben involviert, und die eingestellten spanischen Verfahren lassen zentrale Fragen ungeklärt. Beide Seiten halten an ihren Positionen fest – eine baldige Lösung ist nicht in Sicht.

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