Bundesverfassungsgericht prüft umstrittenes Heizungsgesetz – Entscheidung mit Folgen

Gönül Jacobi Jäckel
Gönül Jacobi Jäckel
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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Deutschlandkarte mit Straßen und Autobahnen auf einem dunklen Hintergrund.Gönül Jacobi Jäckel

Verfassungsgericht diskutiert Weg zum Heizungsgesetz der Ampelkoalition - Bundesverfassungsgericht prüft umstrittenes Heizungsgesetz – Entscheidung mit Folgen

Bundesverfassungsgericht prüft Heizungsgesetz an diesem Donnerstag

Das Bundesverfassungsgericht wird an diesem Donnerstag das Heizungsgesetz unter die Lupe nehmen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der inhaltliche Kern des Gesetzes, sondern die Art und Weise seiner Verabschiedung im Jahr 2023. Ein Urteil wird jedoch voraussichtlich nicht zeitnah ergehen – solche Entscheidungen ziehen sich oft über Monate hin.

Eingereicht wurde der Fall vom ehemaligen CDU-Abgeordneten Thomas Heilmann, der geltend macht, dass während des Gesetzgebungsverfahrens die Rechte der Parlamentarier verletzt wurden. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die aktuelle Mitte-rechts-Regierung umfangreiche Änderungen am ursprünglichen Gesetz vorbereitet.

Das Heizungsgesetz war ursprünglich im September 2023 beschlossen worden. Doch bereits im Sommer desselben Jahres hatte das Gericht verfügt, dass eine Abstimmung über das Gesetz verschoben werden müsse. Trotzdem trieb die schwarz-rote Koalition (CDU/CSU und SPD) die Reformen im Februar 2026 voran.

In der überarbeiteten Fassung – nun als Gebäudemodernisierungsgesetz bezeichnet – entfällt die Vorgabe, dass neue Heizsysteme zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Stattdessen dürfen weiterhin Gas- und Ölheizungen eingebaut werden, sofern sie einen steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen. Bis 2029 muss dieser Anteil mindestens 10 Prozent betragen. Zudem sind diese Systeme von der CO₂-Bepreisung ausgenommen, um den Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen zu fördern. Die neuen Regelungen treten am 1. Juli 2026 in Kraft.

Die Prüfung des Gerichts konzentriert sich darauf, ob das Gesetzgebungsverfahren ordnungsgemäß ablief. Sollten Verstöße festgestellt werden, könnten Teile des Gesetzes für nichtig erklärt werden. Eine Entscheidung wird jedoch voraussichtlich erst lange nach der morgigen Anhörung fallen.

Das Ergebnis dieses Verfahrens könnte die Zukunft der deutschen Heizungsvorschriften prägen. Falls das Gericht formale Mängel feststellt, müsste die Regierung Teile des Gesetzes möglicherweise überarbeiten oder neu beschließen. Bis dahin bleiben die geplanten Reformen auf Kurs für eine Umsetzung Mitte 2026.

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