Führungswechsel bei Medienholding Süd: Groß und Reisinger verlassen das Unternehmen

Claudio Wiek
Claudio Wiek
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Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift 'Weitpreubliche Zeitung', die ein Gruppenfoto in traditioneller deutscher Tracht zeigt.Claudio Wiek

Führungswechsel bei Medienholding Süd: Groß und Reisinger verlassen das Unternehmen

Bei der Medienholding Süd, die nun zur Neue Mediengesellschaft (NPG) gehört, stehen weitreichende Führungswechsel an. Zwei Schlüsselfiguren – Vorstandschef Carsten Groß und der langjährige Chefredakteur Christoph Reisinger – werden das Unternehmen bis Jahresende verlassen. Ihr Abschied folgt auf die Übernahme des Stuttgarter Verlags durch die NPG im Jahr 2024, zu dem Titel wie die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten gehören.

Die in Ulm ansässige NPG hatte im Mai 2024 82 Prozent der Medienholding Süd von der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) übernommen. Seitdem haben die Verlagszeitungen – Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Schwarzwälder Bote – ihre digitalen Aktivitäten ausgebaut. Die Online-Redaktionen wurden erweitert, die Zahl der Digitalabos stieg, und die Präsenz in sozialen Medien nahm zu, auch wenn konkrete Zahlen nicht genannt werden.

Carsten Groß, der 2023 von der Mediengruppe Funke zur Medienholding Süd gewechselt war, hatte in seiner kurzen, aber prägenden Amtszeit eine steigende digitale Reichweite und höhere Erlöse vorzuweisen. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer zwar kurzen, aber wirkungsvollen Phase. Gleichzeitig verlässt auch Christoph Reisinger das Unternehmen. Er war seit 2011 Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten und seit 2023 zusätzlich des Schwarzwälder Boten. Reisinger wechselt nun zu Schwäbisch Media nach Ravensburg, wo er als Vorsitzender der Chefredaktion und Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung tätig sein wird.

Die Führung der Stuttgarter Zeitungsgruppe übernehmen nun Tilo Schelsky, der aktuelle Vorsitzende, und Herbert Dachs. Die NPG hat bisher keine weiteren Nachfolgepläne bekannt gegeben und sich auch nicht zu umfassenderen strategischen Änderungen geäußert.

Die Abgänge von Groß und Reisinger deuten auf einen Kurswechsel bei der Medienholding Süd unter der neuen Eigentümerin NPG hin. Der digitale Ausbau des Verlags wird fortgesetzt, allerdings mit einem neu formierten Führungsteam. Während Schelsky und Dachs die nächste Phase des Unternehmens gestalten, übernimmt Reisinger eine neue Rolle bei einem konkurrierenden Regionalmedienhaus.

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