"Nicht deutsch genug": Wie zwei Finalistinnen den Miss-Germany-Wettbewerb verändern
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Nicht deutsch genug": Wie zwei Finalistinnen den Miss-Germany-Wettbewerb verändern
Deutschlands nächstes "Miss Germany" wird an diesem Wochenende in den Bavaria Studios in München gekürt
Unter den neun Finalistinnen stehen Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid besonders im Fokus – nicht nur wegen ihrer Erfolge, sondern auch wegen der Kritik, sie seien "nicht deutsch genug". Beide Frauen, die ein Kopftuch tragen, lassen sich davon nicht beirren und wollen mit ihrem Auftreten Vorurteile widerlegen und andere inspirieren.
Der Wettbewerb selbst durchläuft einen Wandel: Die Veranstalter setzen zunehmend auf die Förderung von zukünftigen Führungspersönlichkeiten statt auf klassische Schönheitsideale. Neue Kategorien wie "Female Founder" (Gründerin) und "Female Leader" (Führungskraft) rücken in den Mittelpunkt.
Beim Finale am 7. März treten neun Frauen in verschiedenen Kategorien an. Büşra Sayed, Finalistin in der Sparte "Female Founder", und Amina Ben Bouzid, die in "Female Leader" antritt, sind dabei besonders häufig Ziel von Hasskommentaren im Netz. Rund 90 Prozent der rassistischen und sexistischen Angriffe stammen von Männern.
Beide haben sich öffentlich gegen die Anfeindungen gewehrt. Sayed fragte provokant, ob Deutschsein vom Hairstyl abhänge, und scherzte, ihre Vorliebe für frische Luft – ein Klischee über Deutsche – beweise ihre Zugehörigkeit. Ben Bouzid pflichtete ihr bei und betonte, ihre deutsche Identität stehe nicht zur Debatte.
Trotz der Kritik sehen beide Frauen ihre Teilnahme als Chance, Barrieren zu durchbrechen. Sie hoffen, damit den Weg für andere zu ebnen, die ähnlichen Vorurteilen ausgesetzt sind. Ihr Durchhaltevermögen fällt in eine Zeit, in der der Wettbewerb sich neu erfindet: Statt Äußerlichkeiten werden Ehrgeiz und Führungsqualitäten gefeiert.
Zu den Finalistinnen gehört auch Amelie Reigl, eine Biologin aus Würzburg. Sie forscht bei TigerShark Science an der Züchtung menschlicher Haut im Labor, um Tierversuche zu reduzieren. Ihre Teilnahme unterstreicht die neue Ausrichtung des Wettbewerbs, der Innovation und berufliche Leistungen über traditionelle Pageant-Kriterien stellt.
Die Krönung der "Miss Germany" findet in München statt, wobei die Siegerin aus neun Finalistinnen ermittelt wird. Das Auftreten von Sayed und Ben Bouzid hat eine Debatte über Identität und Repräsentation im modernen Deutschland ausgelöst. Mit dem Fokus auf Führung und Unternehmertum distanziert sich die Veranstaltung bewusst von ihrem Image als reiner Schönheitswettbewerb.
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