Taekwondo-Kompetenzzentrum formt Athleten für das Leben nach dem Sport

Jessika Fröhlich
Jessika Fröhlich
2 Min.
Ein blauer Kreis mit einer weißen Silhouette einer Person in einer Karate-Stellung in der Mitte, umgeben von den Worten "World Taekwondo Federation" in weißer Schrift.Jessika Fröhlich

Taekwondo-Kompetenzzentrum formt Athleten für das Leben nach dem Sport

Das Taekwondo-Kompetenzzentrum (TCC) in Friedrichshafen bereitet Spitzenathleten auf mehr als nur den Wettkampf vor. Unterstützt vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), verbindet das Zentrum hochkarätiges Taekwondo-Training mit Deutschunterricht. Ziel ist es, den Sportlern Fähigkeiten für ein Leben nach der aktiven Karriere mitzugeben.

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat sich das TCC zu einem Leuchtturmprojekt im olympischen Taekwondo entwickelt. Bisher haben dort 12 internationale Athleten trainiert, die entweder an Olympischen Spielen teilgenommen oder sich für diese qualifiziert haben. Darunter sind Servet Tazegül, der 2012 in London Gold gewann, und Haby Niaré, die 2024 in Paris an den Start gehen wird.

Das Programm kombiniert intensives Taekwondo-Training mit strukturiertem Sprachunterricht. Die Sportler besuchen Deutschkurse an der Volkshochschule Friedrichshafen, beginnend auf Niveau A1. Bis zu den Olympischen Spielen streben sie das Sprachniveau B2 an – ausreichend für selbstständiges Alltagsleben und effektive Kommunikation.

Taekwondo vermittelt jedoch mehr als nur körperliche Fertigkeiten. Das "Do" im Namen steht für die mentale und philosophische Komponente der Kampfsportart, die Disziplin, Respekt und Selbstbeherrschung betont. Das TCC baut auf diesen Werten auf und bietet den Athleten Perspektiven für langfristige Karrierewege und gesellschaftliche Integration.

Die Sprachkurse sind auf die Trainingspläne abgestimmt, sodass die Sportler beide Verpflichtungen miteinander vereinbaren können. Die Volkshochschule bietet maßgeschneiderten Unterricht an, der es ihnen ermöglicht, kontinuierlich Fortschritte zu machen, ohne ihre sportliche Höchstleistung zu beeinträchtigen.

Der Ansatz des TCC stellt sicher, dass die Athleten mit mehr als nur Medaillen nach Hause gehen. Sie erwerben Sprachkenntnisse, berufliche Chancen und die Fähigkeit, den Alltag eigenständig zu meistern. Seit seiner Gründung hat das Zentrum bewiesen, dass es nicht nur vielseitige Olympioniken formt, sondern auch Wege für ein erfolgreiches Leben über den Sport hinaus ebnet.

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