Munich Re schlägt Alarm: Nur 5 % der Cyberrisiken sind versichert
Munich Re schlägt Alarm: Nur 5 % der Cyberrisiken sind versichert
Munich Re warnt vor dringendem Handlungsbedarf bei der wachsenden Schutzlücke in der Cyberversicherung
Der Rückversicherer betont, wie dringend die wachsende Deckungslücke im Bereich Cyberrisiken geschlossen werden muss. Nach Angaben des Unternehmens sind derzeit weniger als 5 % der globalen Cybergefahren abgedeckt – Unternehmen bleiben damit schweren finanziellen Verlusten schutzlos ausgesetzt. Angesichts der geschätzten weltweiten Kosten von Cyberkriminalität in Höhe von 10 Billionen US-Dollar fordert Munich Re mehr Engagement der Branche.
Der globale Markt für Cyberversicherungen hat sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt. Während 2014 noch rund 30.000 Unternehmen über entsprechende Policen verfügten, stieg diese Zahl bis 2022 auf über 170.000 an. Auch die Prämieneinnahmen kletterten von 2 Milliarden US-Dollar (2014) auf 14 Milliarden US-Dollar (2023) – Prognosen gehen bis 2025 von über 20 Milliarden US-Dollar aus.
Trotz dieses Wachstums warnt Munich Re, dass viele Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Betriebe (KMU) – die Bedrohung durch Cyberangriffe weiterhin unterschätzen. Der Konzern zählt seit Langem zu den führenden Anbietern in der Cyberversicherung; der heutige Markt umfasst ein Prämienvolumen von etwa 15 Milliarden Euro. Clarisse Kopff, Vorstandsmitglied von Munich Re, bekräftigte das Engagement des Unternehmens für widerstandsfähige und zukunftsweisende Lösungen.
Um neuen Risiken zu begegnen, investiert Munich Re in fortschrittliche Modellierungstools und stärkt seine Cyberkompetenzen. Gleichzeitig bleibt der Versicherer seiner stabilisierenden Rolle in Zeiten zunehmender klimabedingter Risiken und geopolitischer Unsicherheiten verpflichtet. Branchenübergreifende Zusammenarbeit gilt als entscheidend, um die allgemeine Cyberresilienz zu erhöhen.
Die Schließung der Schutzlücke in der Cyberversicherung sieht Munich Re als zentrales strategisches Ziel für die Branche. Durch Technologieinvestitionen und Partnerschaften will das Unternehmen die Verwundbarkeit von Betrieben verringern. Angesichts der sich weiterentwickelnden Cyberbedrohungen konzentrieren sich die Bemühungen darauf, robustere Schutzmechanismen zu schaffen.
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