CDU verliert trotz Frauenquote immer mehr weibliche Mitglieder – was jetzt?
CDU verliert trotz Frauenquote immer mehr weibliche Mitglieder – was jetzt?
Die CDU verzeichnet trotz Bemühungen um mehr Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Partei einen Rückgang weiblicher Mitglieder. Stand Oktober 2025 ist die Zahl der Frauen in ihren Reihen auf 95.505 gesunken – ein alarmierendes Signal für die langfristige Repräsentation. Die Parteiführung drängt nun auf entschlossenere Maßnahmen, um diesen Trend umzukehren.
Seit 2022 gilt in der CDU eine Frauenquote, die vorsieht, dass bis 2025 die Hälfte der Vorstandsposten mit Frauen besetzt sein muss. Diese Regelung soll vor ihrem Auslaufen 2029 überprüft werden. Die stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp betont die Vorteile ausgewogener Entscheidungsprozesse: Eine paritätische Besetzung stärkt die Handlungsfähigkeit der Partei.
Doch der Mitgliederschwund bei Frauen hält an – bedingt durch geringere Neuzugänge und nachlassendes Engagement in traditionell frauenspezifischen Programmen. Zwar stieg der Frauenanteil in der CDU leicht auf 26,6 Prozent, doch die regionalen Unterschiede sind eklatant: In Hamburg besetzen Frauen 34,2 Prozent der kommunalen Ämter, in Sachsen-Anhalt sind es nur 14,8 Prozent.
Auf dem anstehenden Bundesparteitag in Stuttgart soll nun eine gleichberechtigte Besetzung von Parteivorsitz und Stellvertreterpositionen angestrebt werden. Doch die generelle Tendenz sinkender Mitgliederzahlen in ganz Deutschland erschwert die Aufgabe, weibliche Beteiligung nachhaltig zu sichern.
Der Weg der CDU zur Geschlechterparität bleibt steinig, während die Zahl der weiblichen Mitglieder weiter schrumpft. Mit der anstehenden Evaluierung der Quote 2029 muss die Partei Rekrutierungslücken und regionale Disparitäten angehen. Der Ausgang des Stuttgarter Parteitags wird zeigen, ob die Initiativen an Fahrt gewinnen – oder ins Stocken geraten.
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