Zollbehörden decken 2025 massiven Betrug in Bauwirtschaft und Gastgewerbe auf

Claudio Wiek
Claudio Wiek
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Eine Schwarzweiß-Zeichnung eines Fabriks mit Rauch aus dem Schornstein, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pflanzen, Gras und einem Zaun, mit dem Text "New York State Penitentiary" unten.Claudio Wiek

Zollbehörden decken 2025 massiven Betrug in Bauwirtschaft und Gastgewerbe auf

Deutsche Zollbehörden gingen 2025 gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit vor

Im Jahr 2025 deckten Ermittlungen der deutschen Zollbehörden weitverbreiteten Betrug auf, insbesondere in der Bauwirtschaft und im Gastgewerbe. Der finanzielle Schaden für die Sozialkassen belief sich auf insgesamt 25,7 Millionen Euro.

Das Zollamt Ulm spielte dabei eine zentrale Rolle und koordinierte Spezialeinheiten an vier Standorten. Ihre Arbeit führte zu Geldstrafen, Haftstrafen und der Aufdeckung komplexer Betrugsstrukturen.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Ulm führte 2025 zwar weniger Vor-Ort-Kontrollen durch, entdeckte jedoch mehr Verstöße. Es wurden 1.516 Verwaltungsverfahren eingeleitet, die zu Bußgeldern in Höhe von 2,36 Millionen Euro führten. Auch die strafrechtlichen Fälle waren schwerwiegend: 2.504 Ermittlungsverfahren resultierten in 971.000 Euro Strafen und 74 Jahren Haft in Summe.

Ein besonders brisanter Fall betraf einen Führungskräfte eines Sicherheitsunternehmens. Der Beschuldigte nutzte Strohmänner, um Scheinfirmen zu gründen, und tarnt Löhne als "Reisekosten". Das Gericht verurteilte ihn wegen Betrugs zu einer Haftstrafe.

Im Gastgewerbe stand vor allem die Lohnunterschlagung und das Vorenthalten von Sozialabgaben im Fokus. Ermittler konnten mehrfach nachweisen, dass Arbeitgeber Einkünfte nicht korrekt gemeldet hatten. Die Bauwirtschaft hingegen wurde wegen Scheinsubunternehmertums und gefälschter Rechnungen überprüft – oft im Zusammenhang mit organisierter Schwarzarbeit.

Bei Verstößen durch Drittstaatsangehörige verhängten Gerichte Geldstrafen in Höhe von 107.650 Euro, wobei die höchste Einzelstrafe 7.000 Euro betrug. Zudem schätzen die Behörden, dass rund 25.800 Unternehmen auf Scheinselbstständigkeit oder Scheinunternehmertum überprüft wurden, auch wenn die genauen Zahlen unklar bleiben.

Die Razzia 2025 legte systematischen Betrug in mehreren Branchen offen. Durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung entstanden den Sozialkassen 25,7 Millionen Euro Schaden. Die Justiz reagierte mit harten Strafen und Haft – ein deutliches Signal für eine strengere Gangart gegen Arbeitsrechtsverstöße.

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